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Bad-Dürrheim Banker sorgen für Nachhaltigkeit

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Angestellte der Volksbank bei Renaturierungsarbeiten im Dürrheimer Moor. Unterstützt werden sie dabei Markus Röhl (Zweiter von links), neben ihm Generalbevollmächtigter Thomas Bader, Vorstandsmitglied Joachim Straub und Verena Dorsch von der Forstbezirksleitung. Fotos: Kaletta Foto: Schwarzwälder Bote

Bad Dürrheim (kal). Während den Wochentagen sind sie ganz "normale Banker und Bankerinnen", Mitarbeiter der Volksbank eG Schwarzwald-Baar-Hegau. Aber es gibt auch Tage an denen sie zu Waldarbeitern werden.

Nachhaltigkeit ist das Thema und im Mittelpunkt steht dabei ein aktiv gestalteter Moorschutz durch Renaturierungsmaßnahmen. So war es auch am vergangenen Samstag zu erleben. 25 Mitarbeiter der Volksbank machten sich an die Arbeit.

Im Moor "Bad Dürrheimer See", südlich von Bad Dürrheim, links von der Straße, die in die Ostbaar führt, wurde gehämmert, gebohrt und gesägt. Auch einige Kollegen von der Volksbank in der Ortenau waren mit dabei. Unter der wissenschaftlichen Anleitung von Professor Markus Röhl von der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt in Nürtingen-Geislingen, wurde die im Herbst des Vorjahres im Rahmen eines Workshops begonnene Arbeit fortgeführt.

Zwei weitere, etwa zwei Meter hohe Sperrwände aus Douglasienholz wurden zurechtgesägt und mit einem Elektrohammer in das Erdreich versenkt. Diese Sperren werden eingebaut, um das durch die Entwässerungsgräben ziemlich ausgetrocknete Moor in seinen ursprünglichen Zustand zu bringen. Durch die in der Vergangenheit angelegten Gräben sinke der Wasserstand und das im Moor gebundene klimaschädliche Gas CO2 werde wieder freigesetzt und aus dem Kohlenstoffspeicher werde somit eine Treibhausquelle, von der die biologische Vielfalt von Pflanzen und Tieren negativ beeinflusst werde.

Das trage nicht nur zu einer CO2-Förderung bei, sondern fördere auch den Wasser- und Artenschutz. Der Wasserstand in diesem Biotop, so erläutert Markus Röhl, solle um 60 bis 80 Zentimeter angehoben werden. Frösche und Biber finden dort Lebensraum und moortypische Pflanzen werden sich ansiedeln. Die Fläche ist als Bannwald ausgewiesen, die darin stehenden Fichten sterben ab und fallen um. "Die Fichte gehört nicht hier hin, für sie ist es unnatürlich auf hohem Wasserstand zu stehen", so Verena Dorsch. "Es ist ein tolles Projekt, das wir gerne gestattet haben", sagt Bezirksleiterin Verena Dorsch vom Forstbezirk Baar-Hegau.

"Es ist eine Geschichte für die Natur, die richtig Spaß macht", bekräftigte Volksbank-Vorstandsmitglied Joachim Straub. Viele Freiwillige hätten sich zu dieser Aktion gemeldet, doch mehr als 25 Personen könnten nicht dabei sein. "Nachhaltigkeit ist bei uns Programm, wir schaffen aktiv mit unseren Händen einen Beitrag zur Nachhaltigkeit und ein Mehrgewinnermodell für unseren Lebensraum", versichert Thoma Bader, Generalbevollmächtigter der Volksbank.

Im Raum Hegau-Schwarzwald habe man zehn bis zwölf Standorte gesichtet, dafür habe die Volksbank 50 000 Euro investiert. Eine Aktion koste rund 2000 Euro. In Süddeutschland, so Markus Röhl, seien 95 Prozent der Moore gestört. Bei der ersten Erstellung einer Öko-Bilanz vor sieben Jahren wurde ein Ausstoß von 3000 Tonnen CO2 vermessen, durch die Maßnahmen der Volksbank konnte er auf 11 000 Tonnen gesenkt werden.

Ziel sind 1000 Tonnen CO2-Ausstoß. Dass die an dieser Aktion Beteiligten mit Begeisterung dabei sind, war im Moor zu spüren. "Ein toller Arbeitsplatz, so mitten im Wald. Es ist ganz anstrengend, aber es macht richtig Spaß", versicherte die Volksbank-Angestellte Sandra Gaudig, die zum ersten Mal mit dabei war. Für ein kräftiges Vesper war natürlich bestens gesorgt, darum kümmerte sich die Ehefrau von Thomas Bader.

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