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Bad-Dürrheim Abschied in würdevollem Rahmen

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Viele Gottesdienstbesucher nehmen bei der Trauerfeier in der Pfarrkirche St. Johann Abschied von Anton Häring. Foto: Ursula Kaletta Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Georg Kaletta

"Abschied erlebt man unterschiedlich. Doch die Trauer, die die Familie im Herzen trägt, kann keiner begreifen." Diese Worte sprach der Geistliche George Augustin zu Beginn der Trauerfeier von Anton Häring, der im Alter von 75 Jahren gestorben ist.

Bad Dürrheim. Wie bekannt und geachtet Anton Häring in der Kurstadt und in seinem ehemaligen Heimatort Bubsheim war, zeigte die große Teilnahme an der Trauerfeier in der katholischen Pfarrkirche St. Johann. Mehr als 500 Personen saßen allein dicht gedrängt in den Bankreihen, viele verfolgten die Zeremonie stehend im Eingangsbereich der Kirche, zudem wurde der Gottesdienst im Pfarrsaal übertragen.

Zelebriert wurde die Trauerfeier von Prälat Werner Redies von der Diözese Rottenburg-Stuttgart, von Tutilo Burger, Erzabt von Beuron, Johannes Amann, Pfarrer aus Bubsheim und dessen Amtsvorgänger Michael Klopp sowie dem Bad Dürrheimer Pfarrer Michael Fischer. Die Predigt hielt George Augustin, Direktor des Kardinal Walter Kasper Institut an der Philosophischen Theologischen Hochschule Vallendar.

Als Freund der Familie Häring fand er besonders einfühlsame Worte zur Erinnerung an das Leben des Verstorbenen und Worte des Trostes für die trauernde Familie. Das Bad Dürrheimer Blasorchester, die Musikvereine Bubsheim und Bodnegg sowie der Männergesangverein Bubsheim umrahmten die Trauerfeier mit würdevollen Musik- und Gesangsstücken.

Der Unternehmer Anton Häring wurde als ein Mann der Tat bezeichnet, der große Lebensfreude ausstrahlte. Mit seiner besonderen Art habe er viel erreicht und viele Menschen an seinem Erfolg teilhaben lassen. Besondere Freundschaft habe er mit zahlreichen Geistlichen gepflegt. "Wo er war, ist nicht nur eine Lücke, sondern ein großes Loch", sagte George Augustin.

Als Freund der Familie sprach Volker Kauder, Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Häring sei ein außergewöhnlicher Unternehmer gewesen, der mit seiner Frau Irma eine Firma geschaffen habe, die weltweit aktiv ist. Er sei ein strenger Mensch gewesen, der Herzensgüte besaß. "Wer seine Freundschaft gewonnen hatte, konnte sich auf ihn verlassen", so Kauder.

Stefan Bär, Landrat des Kreises Tuttlingen, erinnerte daran, dass Häring ein Mensch war, der mit Bodenständigkeit und Weitblick große Verantwortung für andere spürte. Wichtig sei ihm die Ausbildung junger Menschen gewesen. Sein Erfolg sei nicht von ungefähr gekommen, sondern durch Fleiß, notwendige Härte und auch Sturheit.

"Es fällt schwer, die große Trauer in Worte zu fassen, wir nehmen Abschied von einem großartigen Menschen mit herausragender Persönlichkeit, der als Macher stets in die richtige Richtung gewiesen hat", so die Worte im Nachruf von Dieter Teufel, dem Präsidenten der Handelskammer Schwarzwald-Heuberg. "Wir sind stolz darauf, dass er einer von uns war", sagte Teufel.

Bubsheims Bürgermeister Thomas Leibinger erinnerte daran, dass Anton Häring für die Vereine in seiner Heimatgemeinde ein großer Gönner war. Er habe entscheidend zur Entwicklung von Bubsheim beigetragen. In kurzer Zeit sei die Einwohnerzahl von 660 auf 1300 angestiegen, mehr als 80 Häuser für seine Angestellten und deren Familien habe er bauen lassen und zur besseren Versorgung einen Lebensmittelladen eingerichtet.

"Noch vor Kurzem haben wir mit seiner Familie, seinen Freunden und allen Angestellten den 75. Geburtstag gefeiert", sagte Robert Pemsel, Prokurist und Personalleiter der Häringsgruppe. Das Leben des Verstorbenen sei mehr als ein Augenblick gewesen. Jeden Mitarbeiter habe er geformt und ihm gezeigt, mit Leib und Seele hinter einer Sache zu stehen. In vielen Bereichen habe er seine Mitmenschen zu Bestleistungen angehalten. Sein größter Schatz, den er im Herzen bewahrte, sei seine Familie gewesen. "Wir sind es ihm schuldig, seine Werte zu wahren", schloss der Prokurist seinen Nachruf.

Die anschließende Beisetzung auf dem Bad Dürrheimer Friedhof fand im engsten Familienkreis statt.

 
 

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