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Bad-Dürrheim 1500 Euro für Hinweise

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Solch ein Giftköder könnte es gewesen sein, dem die beiden Hunde zum Opfer gefallen sind. Einer vor zwei Wochen im Hindenburgpark, einer in den vergangenen Tagen am Salinensee. Foto: Peta Foto: Schwarzwälder Bote

Vor zwei Wochen wurde ein erster Fall bekannt, dass ein Hund im Hindenburgpark vergiftet wurde. Am Freitag wurde ein neuer Fall öffentlich: Es kam wieder zu einer Vergiftung. Dieses Mal am Salinensee, der Hund liegt im Sterben.

Bad Dürrheim. Vor zwei Wochen war es Lucky, der einen Giftköder im Hindenburgpark fraß, diese Woche ist es ein weiterer Hund, der am Salinensee einen Giftköder schluckte – wahrscheinlich mit Rattengift präpariert. Er wird wohl nicht durchkommen. Die Besitzerin postete eine Warnung auf Facebook, in der Gruppe Schwarzes Brett Villingen-Schwenningen.

Die Community der Hundebesitzer ist in Aufruhr, traurig und entsetzt. Die Frage ist: Wer tut so etwas? Und diese Frage haben sich in den vergangenen Monaten viele Hundebesitzer in der Region von Bräunlingen bis Villingen-Schwenningen gestellt. Denn: Solche hinterhältigen Giftanschläge, die man früher nur aus Großstädten kannte, nehmen auch auf dem Land augenscheinlich massiv zu. Im Moment konnte die Polizei diesen subjektiven Eindruck noch nicht bestätigen.

Aber egal wie: Die Hundebesitzer sollen auf jeden Fall Anzeige erstatten, rät einer der Polizeipressesprecher, denn nur so können die Beamten den Vergiftungen nachgehen. Dabei werde auch der Ort des Geschehens nach Spuren oder weiteren Giftködern untersucht, und es sei hilfreich, wenn man die Fläche, wo der Hund wahrscheinlich den Köder fraß, so eng wie möglich eingrenzen könne. Werde einer gefunden, so komme er ins Labor für eine Untersuchung. Oftmals bleibe die Suche nach dem Täter jedoch erfolglos. Die Beamten müssen sich bei ihren Ermittlungen nach Faktenlage richten. Das Problem sei oftmals, dass der untersuchende Tierarzt die Vergiftungssymtome zwar feststellen, aber nicht eindeutig zuordnen könne.

In Bad Dürrheim will man die Sache nicht einfach auf sich beruhen lassen. Zwei Hundebesitzer – sie wollen namentlich nicht genannt werden – setzen ein "Kopfgeld" in Höhe von 1500 Euro aus, für sachdienliche Hinweise, die zum Ergreifen des Täters führen – sie haben dies mit der örtlichen Polizei abgesprochen, diese und eine E-Mail-Adresse sind auch Anlaufstelle für die Hinweisgeber.

Beide führen den Gedanken weiter, was sonst noch alles passieren könne. Der Täter nehme in Kauf, dass nicht nur Hunde und Wildtiere den vergifteten Köder fressen, sondern auch spielende Kinder damit in Berührung kommen können. Die Folgen möchten sich die beiden gar nicht ausmalen. Einer der Männer wurde deswegen schon bei der Sachgebietsleitung des Amtes Bügerservice, Sicherheit und Ordnung im Rathaus vergangene Woche vorstellig und wollte wissen, wer für die Ordnung im Park zuständig sei. Er bekam dort keine eindeutige Antwort, was ihn äußerst aufbrachte.

Klar ist ihm, dass für die Ermittlungen die Polizei zuständig ist, aber: Das städtische Amt Bügerservice, Sicherheit und Ordnung ist auch für Anzeigen bei Straftaten der Tierquälerei zuständig. Bei der Polizei läuft eine solche Anzeige als Straftat gegen das Tierschutzgesetz und somit wäre es naheliegend, dass auch die Stadt eine gewisse Zuständigkeit hätte. Bis Redaktionsschluss war Hauptamtsleiter Markus Stein jedoch nicht zu erreichen, um dies eindeutig zu klären. Auch die Polizei wiegelte den jungen Mann ab, die Zuständigkeit sei von Fall zu Fall zu prüfen. Für den Hundebesitzer stehlen sich beide Institutionen aus der Verantwortung.

Seiner Ansicht nach müssen auch die Hundebesitzer aktiv werden, gegenseitig aufeinander aufpassen und wachsam sein, was alles am Wegesrand herumliegt. Es müsste auch überlegt werden, ob die Hundebesitzer nicht selbst in irgendeiner Form tätig werden sollen, seiner Ansicht nach müssten sie dies sogar.

Aktiv wurden die Angestellten des Hotels Salinensee, dort wurden die Gäste mit Hund auf den Vorfall aufmerksam gemacht und gewarnt.

Weitere Informationen: Sachdienliche Hinweise können an das Polizeirevier Bad Dürrheim, Telefon 07726/ 93 94 80 gegeben werden oder an die E-Mail-Adresse kopfgeld2000@gmail.com

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