Um die Qualität des Trinkwassers nicht zu gefährden, muss die Gemeinde Bad Bellingen den Hochbehälter in Rheinweiler umfassend sanieren. Foto: Moritz320/pixabay

Der Hochbehälter Rheinweiler ist schadhaft und muss für 345.000 Euro saniert werden. Unter anderem sind neue Abdichtungen nötig, um keine Verunreinigung des Trinkwassers zu riskieren.

Der sanierungsbedürftige Hochbehälter Rheinweiler wurde 1978 erbaut und ist Teil der Wasserversorgung der Gemeinde Bad Bellingen. Er hat ein Fassungsvermögen von 400 Kubikmetern; gespeichert wird das Wasser darin in zwei Kammern.

 

Nun wurden in der Vorkammer an mehreren Stellen Wasserschäden festgestellt. Und auch innerhalb der Wasserkammer scheint es Undichtigkeiten zu geben, hieß es in der jüngsten Gemeinderatssitzung.

Es wird davon ausgegangen, dass von außen Wasser eindringt, erläuterte Rolf Linsenmeier vom Ingenieurbüro Aqua-Technik Freiburg dem Gremium. Um das bevorratete Trinkwasser nicht zu verunreinigen und den Schäden am Gebäude entgegenzuwirken, seien deshalb Abdichtungsmaßnahmen erforderlich.

Auflage des Gesundheitsamts

Die Schäden und den Handlungsbedarf hatte auch das Gesundheitsamt bei einer Vor-Ort-Besichtigung festgestellt, berichtete Linsenmeier, der in der Ratssitzung die geplanten Arbeiten vorstellte und das Ergebnis der Ausschreibung zu den Hoch- und Tiefbauarbeiten, Abdichtungsarbeiten sowie Zimmerer- und Blechnerarbeiten.

Gemeinderat vergibt Arbeiten

Bei der Vergabe folgte der Gemeinderat einmütig dem Vorschlag von Verwaltung und Ingenieurbüro. Das Gewerk Hoch- und Tiefbauarbeiten wurde an die Firma Schmidt aus Bernau zum Angebotspreis in Höhe von knapp 195.000 Euro vergeben. Die Abdichtungsarbeiten übernimmt die Lörracher Firma Orth und Schöpflin zum Preis von rund 87.500 Euro. Zudem hat der Gemeinderat der Vergabe der Zimmerer- und Blechnerarbeiten an die Firma Holzbau Krebs aus Efringen-Kirchen zum Angebotspreis von rund 63.000 Euro zugestimmt.

Baubeginn für Juli geplant

„Die Maßnahme ist notwendig – die Kosten von insgesamt rund 345.000 Euro allerdings ein ordentlicher Schlag ins Kontor“, kommentierte Gemeinderat Wolfgang Müller (Freie Wähler) die Sanierung.

Der Baubeginn ist für Anfang Juli vorgesehen, so dass die Maßnahme bis Ende des Jahres abgeschlossen werden könne, meinte Linsenmeier zum Zeitplan.

Das wird gemacht

Das Sanierungskonzept sieht vor, den Behälter bis zur Sohle freizulegen. Im Anschluss sollen Wände und Decke abgestrahlt, gegebenenfalls ausgebessert, abgedichtet und gedämmt werden, erläuterte Linsenmeier.

Auch die Vorkammer werde in diesem Zuge gedämmt und neu verkleidet. Die Kiesfüllung des Flachdachs soll entfernt und ein neues Pultdach aufgesetzt werden. „Die Verkleidung der Vorkammer erfolgt im oberen Teil mit Blech und im unteren Teil mit einer Holzverschalung“, heißt es in der Beschlussvorlage.