Der Bad Bellinger Gemeinderat hat Förderanträge für 2026 beschlossen – es geht um eine Gesamtsumme von knapp einer Million Euro.
Um das marode Kuppeldach der Bad Bellinger Therme sanieren zu können, hat die Gemeinde einen Förderantrag beim Tourismus-Infrastruktur-Programm (TIP) gestellt.
Den entsprechenden Beschluss hat der Gemeinderat bereits im Juli gefasst. Zwischenzeitlich wurde dieser Förderantrag erweitert – um die Erneuerung von Balken und Vordachelementen im Außenbereich, die Betonsanierung der Stützen sowie den Einbau einer Brandschutzwand.
Für die Sanierung des Kuppeldachs sind 580 000 Euro netto veranschlagt, für die zusätzlichen Maßnahmen rund 325 000 Euro. Damit geht es um eine Gesamtsumme von rund 900 000 Euro. Aus der TIP-Förderung können bis zu 65 Prozent fließen. Außerdem soll zum 1. Februar ergänzend ein Antrag beim Ausgleichstock für einen Zuschuss über 30 Prozent gestellt werden.
Fünf Prozent Eigenanteil
Im besten Fall verbliebe für die Gemeinde noch ein Eigenanteil von fünf Prozent, was einer Summe von rund 45 000 Euro entspreche, erläuterte Rechnungsamtsleiter Frank Spiegelhalter in der jüngsten Gemeinderatssitzung.
Das Gremium hat zudem beschlossen, einen zweiten TIP-Antrag zu stellen. Hier geht es um die Erneuerung der Tonanlage im Kurhaus (Gesamtausgaben: 63 000 Euro).
Umsetzung 2026 geplant
Geplant ist, dass die Maßnahmen im Sommer 2026 umgesetzt werden, informierte Bürgermeister Carsten Vogelpohl in der Sitzung.
Pläne für Neubau
Die erforderlichen Arbeiten an der Therme sind indes nur eine Übergangslösung – langfristig gibt es Pläne für einen Neubau der kompletten Anlage.
Das sogenannte Vorkonzept des Architekturbüros Ruch und Partner, das im Juli vorgestellt wurde, sieht für Bad Bellingen den Neubau einer kompletten Therme in sieben bis acht verschiedenen Bauabschnitten vor, in einem Zeitrahmen bis zum Jahr 2050. Insgesamt wird mit Kosten von rund 42 Millionen Euro für das Thermengebäude gerechnet. Dazu kommen rund zwölf Millionen Euro für ein neues Saunagebäude. Kritisch äußerte sich in diesem Zusammenhang erneut Wolfgang Müller (Freie Wähler): „Wozu sollen wir für eine Million sanieren, was in ein paar Jahren abgerissen wird?“