Strahlender Sieger: Carsten Vogelpohl mit seiner Frau Martina und den beiden Söhnen; rechts die stellvertretende Bürgermeisterin Monika Morath, die Vogelpohl offiziell die Bürgermeisterkette überreichte. Foto: Claudia Bötsch

Eindeutiges Ergebnis und Vertrauensbeweis: Carsten Vogelpohl holt knapp 74 Prozent der Stimmen und bleibt somit Bürgermeister von Bad Bellingen.

Damit ist die Entscheidung bereits im ersten Wahlgang gefallen, wer in den nächsten acht Jahren die Geschicke der Kurgemeinde leiten wird.

 

Vogelpohl holte die erforderliche absolute Mehrheit. Mit insgesamt 1307 Wählerstimmen (73,7 Prozent) gelang ihm zudem ein klarer, deutlicher Wahlsieg. Er kann nun seine zweite Amtszeit als Bad Bellinger Rathauschef antreten. Am stärksten fiel sein Ergebnis in der CDU-Hochburg Bamlach aus (80,5 Prozent).

Herausforderer chancenlos

Seine Gegenkandidaten, die den Amtsinhaber während des Wahlkampfs teils scharf kritisierten, blieben chancenlos.

Der heimische Kandidat, der Bamlacher Schlossermeister Harro Kienzler, holte die zweitmeisten Stimmen (316). Mit 17,8 Prozent der Wählerstimmen konnte er dem Amtsinhaber indes nicht gefährlich werden.

Weit abgeschlagen auf dem dritten Platz landete Franz Feldmeyer. Er sammelte lediglich 108 Stimmen ein. Damit entfielen nur 6,1 Prozent der abgegebenen Stimmen auf ihn. Der Lörracher Architekt war erst am letzten Tag der insgesamt rund zweimonatigen Bewerbungsfrist in den Wahlkampf eingestiegen.

Bei der Stimmauszählung für den Kernort im Kurmittelhaus Foto: Claudia Bötsch

Auf nur 1,5 Prozent kam Karl Wiesler. Der pensionierte Ingenieur, der aus Hertingen stammt und seit zwei Jahren in der Schweiz lebt, hatte bei der offiziellen Bewerbervorstellung für manche Erheiterung gesorgt. Etwa mit der Ankündigung, im Falle seines Wahlsiegs keinesfalls die acht Jahre vollmachen zu wollen.

Die Verkündigung

Gegen 19.10 Uhr am Sonntagabend verkündete Bauamtsleiter Marc Braun, Vorsitzender des Gemeindewahlausschusses, das Wahlergebnis vor dem Bad Bellinger Kurhaus. Seine Botschaft sorgte für viel Applaus bei den zahlreichen Bürgern, die sich vorm Kurhaus versammelt hatten, um das Ergebnis aus erster Hand zu erfahren. Zuvor war die Spannung mit Händen zu greifen gewesen.

Dank für Vertrauen

Vogelpohl war die Freude und Erleichterung über das eindeutige Ergebnis ins Gesicht geschrieben. Er dankte den Wählern für das entgegengebrachte Vertrauen. In diesem Zusammenhang blickte Vogelpohl zurück auf „turbulente Wochen“ des Wahlkampfs, dessen Höhepunkt die offizielle Bewerbervorstellung gewesen sei. Das ganze sah er als ein „starkes Zeichen für eine lebendige Demokratie in der Gemeinde“.

Neben hunderten Bürgern waren auch Nachbarbürgermeister vor Ort, als das Ergebnis verkündet wurde: Schliengens Rathauschef Christian Renkert, Kanderns Rathauschefin Simone Penner und Efringen-Kirchens Bürgermeisterin Carolin Holzmüller. Sie überbrachten dem alten und neuen Bürgermeister von Bad Bellingen ihre Glückwünsche. Unter den Gratulanten waren auch Vogelpohls Vorgänger Christoph Hoffmann sowie Schliengens Alt-Bürgermeister Werner Bundschuh.

Parat standen auch der Musikverein Bad Bellingen und die Feuerwehr. Die Floriansjünger stellten traditionell den Bürgermeister-Baum auf.

Wahlbeteiligung schwach

Bei vier Kandidaten überraschend schwach fiel die Wahlbeteiligung aus. Nicht einmal die Hälfte der 3963 Wahlberechtigten nutzte ihr Wahlrecht. Bei insgesamt 1795 Wählenden lag die Wahlbeteiligung lediglich bei 45,3 Prozent. Bei der Wahl vor acht Jahren, als Vogelpohl bei insgesamt drei Kandidaten erstmals zum Bad Bellinger Bürgermeister gewählt wurde, waren es immerhin 55 Prozent.

Carsten Vogelpohl ist seit dem Jahr 2018 Bürgermeister der Kur- und Bädergemeinde. Er wurde am 14. Januar zum Bad Bellinger Bürgermeister gewählt. Damals waren insgesamt drei Kandidaten im Rennen um die Nachfolge von Christoph Hoffmann, der aufgrund seines Bundestagsmandats das Bürgermeisteramt niederlegte. Vogelpohl entschied die Wahl damals mit 63,6 Prozent der Stimmen bereits im ersten Durchgang klar für sich.