Aktuell stehen die Bauarbeiten in der Lindenstraße noch still. Am 1. August sollen sie nun weitergehen. Foto: Decoux

Nach fast fünf Monaten Baustopp hat die Stadt Mahlberg nun eine neue Baufirma beauftragt. Gestartet werden soll mit den Restarbeiten am 1. August.

„Diese Baustelle kostete uns Nerven. Mein Dank gilt vor allem den Anwohnern, die sich nun seit Monaten in viel Geduld üben und Unannehmlichkeiten ertragen“, zeigte sich Bürgermeister Dietmar Benz am Montag vor dem Gemeinderat eher kleinlaut.

 

Das „Sanierungsprojekt Lindenstraße“ hat es wahrlich in sich. Nach dem Baustart im Juli 2023 kam zunächst die Deutsche Glasfaser mit der Verlegung der Glasfaserleitung nicht so recht in die Gänge, dann geriet die Straßenbaufirma zum Jahreswechsel in eine finanzielle Schieflage und meldete Insolvenz in Eigenverantwortung an. Ende Mai wurde die Baustelle geräumt und das Projekt stand komplett still.

Die Stadt musste die Restarbeiten im Bauabschnitt I sowie die Komplettarbeiten in Bauabschnitt II neu ausschreiben. Am Montag nun hat der Gemeinderat die Firma Vogel-Bau mit den Schlussarbeiten beauftragt (Kosten: 570.000 Euro). Nach der Kalkulation des Planungsbüros Zink wird die Verzögerung das Sanierungsprojekt um 150.000 Euro auf dann 1,13 Millionen Euro verteuern.

Stadt hat sich anwaltliche Hilfe geholt

Selbstredend habe die Stadt ein Anwaltsbüro eingeschaltet, um Regressansprüche an die in Insolvenz geratene Baufirma zu stellen, so Bürgermeister Benz. Selbstredend habe die Stadt auch die letzte Ratenzahlung an eben dieses Straßenbauunternehmen zurückgehalten, um eine Verhandlungsgrundlage zu haben, so der Bürgermeister weiter. Ob das Thema Gewährleistung für den ersten Bauabschnitt geregelt sei, wollte Stadtrat Thomas Schwarz (FWV) wissen. Hier sei die Stadt noch in Verhandlungen, erklärte der Bürgermeister.

Benz rechnet nun mit einem Wiederbeginn der Bauarbeiten zum 1. August. Ob das Ziel – die Fertigstellung noch vor Weihnachten dieses Jahres – erreicht werden könne, stellte er in Frage. „Wir kommen jetzt in die Bauferien hinein. Und ob das Wetter mitspielt, ist immer eine offene Frage“, so Benz.