OB Jürgen Roth ging in Obereschach auf den Flächenverbrauch, ein Durchschneiden der Landschaft und den großen finanziellen Aufwand für den geplanten Anschluss an die B 33 am Mönchsee bei Mönchweiler ein. Foto: Eich

Gut angenommen wurde das Angebot von Oberbürgermeister Jürgen Roth zu einer Diskussion mit den Bürgern in Obereschach zum Thema Lückenschluss B 523.

Gut angenommen wurde das Angebot von Oberbürgermeister Jürgen Roth zu einer Diskussion mit den Bürgern zum Thema Lückenschluss B 523.

 

Hierzu war der OB mit einigen Amts- und Sachgebietsleitern in den Sitzungssaal des Rathauses gekommen. Bevor es jedoch zur Diskussion ging, erläuterte Roth die geplante Trassenführung und machte deutlich, dass es sich dabei um die Vorplanung handle, die noch weit weg von der Genehmigungsplanung liege.

Roth sieht große Chance

Er sah mit dem Bau des Lückenschlusses eine große Chance für die Verkehrsberuhigung des Stadtbezirks Villingen und eine bessere Anbindung des Verkehrs an die A 81. Er wollte aber auch nicht den großen Flächenverbrauch, ein Durchschneiden der Landschaft und den großen finanziellen Aufwand für den geplanten Anschluss an die B 33 am Mönchsee bei Mönchweiler verneinen. Allein der Anschluss an die B 33 dürfte seiner Meinung runde 46 Millionen Euro kosten. Diese Planung liege derzeit zur Entscheidung beim Verkehrsministerium in Berlin, so Roth.

Anbindung Vockenhausen

Die neu geplante Anbindung in Weilersbach halte er nicht für klug. Für eine Anbindung an die B 523 im Gewerbegebiet Vockenhausen sei er jedoch offen. Dazu laufe derzeit eine Umfrage in den dort angesiedelten Betrieben. Zu der Planung insgesamt werde die Stadt eine Stellungnahme durch den Gemeinderat abgeben, die aber für das Ministerium nicht bindend sei.

Nicht als OB Befürworter

An der Diskussion beteiligten sich Obereschacher Bürger und Ortschaftsräte gleichermaßen. Dabei wurde unter anderem auch das Bedauern geäußert, dass sich der OB als Befürworter des Projekts festgelegt habe. „Ich bin nicht als OB, sondern als Jürgen Roth Befürworter der Verwirklichung des Lückenschlusses“, so Roth.

Fragen der Bürger

Fragen zur künftigen Verkehrsbelastung in Obereschach, zur befürchteten Schall- und Abgasbelästigung im Ort, zum Flächenverbrauch, zur Zerstörung von Naherholungsgebiet, von Biotopen und Schutzflächen beantworteten Roth mit seinen Mitarbeitern bereitwillig und stellten fest, dass sich die Verkehrsbelastung für Obereschach reduzieren werde, die Schall- und Abgasbelästigung in die Umweltverträglichkeitsstudie einbezogen, der Flächenverbrauch und die Inanspruchnahme von Biotopen von Landschaftsschutzgebieten nicht wegdiskutieren lasse, wobei ein Angebot an Ersatzflächen für die betroffenen Landwirte ein großes Problem darstelle.

Roth versprach auch, die geplante Trassenführung auf Obereschacher Gemarkung auspflocken zu lassen, damit die Bürger die Möglichkeit haben, sich damit zu befassen.