So sieht die Mobilfunk-Baustelle an der B463 zwischen Owingen und der Abfahrt nach Ostdorf aus. Foto: Thomas Kost

Ein bereits 2024 in Owingen behandeltes Bauvorhaben nimmt Fahrt auf: ein Funkmast.

An der B463 hinter Owingen, kurz vor der Abzweigung der kurvenreichen Strecke über den „Böllat“ nach Ostdorf ist eine Baustelle entstanden, die man fast nicht bemerkt, wenn sich man auf der Bundesstraße auf den Verkehr konzentriert. ​

 

Auf dem „letzten Zipfel der Owinger Gemarkung“, so Ortsvorsteher Karl-Heinz Binder in der Mai-Sitzung des Owinger Ortschaftsrates, hat die Firma ATC Germany Holdings GmbH im Auftrag des Mobilfunkanbieters Telefònica (O2) die Fundamente für den Aufbau eines rund 40 Meter hohen Mobilfunksendemasten gesetzt. Sie sehen aus wie groß dimensionierte gelb-schwarze Poller.​

Die Mastkonstruktion wird laut Beschreibung im Baugesuch in Stahlgitterbauweise ausgeführt, gleich daneben wird auf Fertigteilfundamenten die Sendetechnik aufgebaut. Sie besteht aus Schaltschränken aus Stahlblech.​

Autonomes Fahren im Blick?​

Die Anlage soll automatisch arbeiten und nachher permanent betrieben werden, das heißt, sie ist 24 Stunden am Tag eingeschaltet. Sie kommt ohne Personal aus, aber in regelmäßigen Abständen schaut ein Servicetechniker vorbei und führt Kontrollen durch. Im Ortschaftsrat nahm man den Baubeginn des Sendemasts zur Kenntnis. ​ Ortsvorsteher Karl-Heinz Binder geht davon aus, dass er nicht nur den Mobilfunk verbessern soll, sondern langfristig auf die Ermöglichung von autonomem Fahren ausgerichtete ist. Damit Kraftfahrzeuge ohne Fahrer an Bord störungsfrei vorankommen braucht es ein engmaschiges Netz von Sendemasten.​

Offenbar hat sich ein Bürger telefonisch und auch persönlich über Sachbeschädigungen in der Mainacht beim Ortsvorsteher beklagt. Diese gingen laut Karl-Heinz Binder über das „erträgliche Maß hinaus“. Wenn Maischerze einen Sachschaden im vierstelligen Kostenbereich verursachen, sei dies nicht mehr akzeptabel.