Derzeit wird der Verkehr der B 463 in beide Richtungen über Margrethausen, Pfeffingen, Zillhausen, Stockenhausen und Dürrwangen umgeleitet. Daher kommt es in den „Dörfern“ zu einem höheren Verkehrsaufkommen. Foto: Roth

Seit dem 12. Mai ist die B 463 zwischen Balingen-Dürrwangen und Albstadt-Laufen voll gesperrt. Das Regierungspräsidium Tübingen informiert über den Stand der Bauarbeiten.

Seit vergangenem Herbst laufen die Bauarbeiten auf der B463 zwischen Balingen und Albstadt. Autofahrer müssen aktuell durch eine Vollsperrung Umleitungen in Kauf nehmen.

 

Nach derzeitigem Stand müssen sich Autofahrer noch knappe zwei Wochen gedulden: Nach wie vor ist geplant, die Vollsperrung der B 463 zwischen Balingen-Dürrwangen und Albstadt-Laufen am Freitag, 6. Juni, aufzuheben. Das teilt Matthias Aßfalg, Pressesprecher im zuständigen Regierungspräsidium Tübingen (RP), unserer Redaktion mit.

Bedeutet: Die Arbeiten sind im Zeitplan. Demnach geht das RP davon aus, dass bis zu diesem Zeitpunkt auch die Fahrbahndeckenerneuerung westlich von Laufen bis zum Anschluss bei Dürrwangen abgeschlossen werden kann.

Wer derzeit bei Dürrwangen in Richtung Umleitungsstrecke abbiegt oder diese bereits absolviert hat, kann begutachten, dass die Baumaßnahme voranschreitet, zahlreiche Baufahrzeuge sind zu sehen. Neben der Fahrbahndeckenerneuerung erfolgt im Bereich der Eyachbrücke der Umschluss von Glasfaserleitungen.

Diese Arbeiten gehen sogar zu nächtlicher Stunde – laut RP Tübingen in Nacht zum Dienstag – über die Bühne. Sie erfolgen unter Federführung der Stadtwerke Balingen ohne Beteiligung des Regierungspräsidiums Tübingen. Obwohl sich die Leitung auf der Gemarkung Albstadt befindet, liege diese im Eigentum der Stadtwerke Balingen.

B463: Erstmal fließt Verkehr wieder durch Laufen

Wie geht es nach der Vollsperrung weiter? Das Ziel ist es laut Matthias Aßfalg, nach dem 6. Juni den Verkehr der B 463 in beiden Fahrtrichtungen über die neue Behelfsbrücke parallel zur Eyachbrücke und durch die Laufener Ortsdurchfahrt zu führen. Die Behelfsbrücke wurde bereits am 8. Mai installiert. Gegen Ende des Jahres soll der Ersatzbau der maroden Eyachbrücke fertiggestellt werden.

Allerdings bleiben die Autofahrer in Richtung Sigmaringen ab 6. Juni nicht von einer weiteren Umleitung im Streckenverlauf der B 463 verschont. Denn: Bei der Fahrbahndeckenerneuerung in der Ortsdurchfahrt von Lautlingen bleibt die bisherige Verkehrsführung bestehen.

Der Verkehr in Fahrtrichtung Balingen wird auf der B 463 durch die Baustelle geführt. In der Gegenrichtung verläuft die Umleitung über die Eschachstraße, die Von-Staufenberg-Straße und die Vordere Gasse. 

Die Verkehrsführung bleibt in dieser Form nach derzeitigem Stand bis Ende Juli erhalten, heißt es von Aßfalg weiter. Immerhin: Die Vollsperrung zwischen Laufen und Dürrwangen wird es in dieser Form im weiteren Verlauf der Baustelle nicht mehr geben.

RP: Verkehr läuft weitestgehend geordnet

Zwischen August und November wird zwar nochmals der Verkehr von Albstadt in Richtung Balingen über die „Dörfer“ umgeleitet, der in die entgegengesetzte Richtung bleibt aber auf der B 463.

Welches Fazit zieht das Regierungspräsidium zur Halbzeit der Vollsperrung? „Insgesamt verläuft der Verkehr auf der Umleitungsstrecke geordnet und die umgesetzten Maßnahmen greifen“, betont Pressesprecher Matthias Aßfalg. Vereinzelt sei es zu Ausfällen einzelner Signale an den provisorischen Ampeln gekommen, die jedoch zügig behoben werden konnten.

Und wie äußern sich Anwohner der Umleitungsstrecke dem RP gegenüber? Insbesondere mit Rückmeldungen zu Stellen, an denen Verkehrszeichen oder provisorische Ampeln die Gehwegbreite einschränken würden, berichtet Matthias Aßflag weiter. „Diese Hinweise nehmen wir ernst und prüfen die gemeldeten Bereiche nochmals.“ An mehreren Stellen seien Anpassungen vorgenommen worden, um die Durchgängigkeit für Fußgänger sowie die Erreichbarkeit angrenzender Grundstücke zu verbessern. Gegenüber unserer Redaktion beklagten sich Anlieger zudem über den Verkehrslärm. Die Geschäftstreibenden haben gemischte Gefühle. Abgeschlossen werden soll das Gesamtprojekt weitestgehend bis Januar 2026