Die B 28-Baustelle macht Fortschritte. Bis alles fertig ist, dauert es aber länger als geplant. Foto: Baum

Die Baustoffkrise und der Mangel an Rohstoffen und durchbrochenen Lieferketten führt derzeit dazu, dass die B 28 von Tübingen nach Rottenburg und weiter Richtung Autobahn noch nicht ganz fertig wird.

Rottenburg - Alles könnte so schön sein: Zum Jahresende eine fertige B 28 zwischen Rottenburg und Tübingen, entlastete Ortschaften wie Kiebingen oder auch Tübingen-Bühl. Auch Hirschau und Wurmlingen würden von einer fertigen B 28 profitieren, liefe doch der Verkehr hauptsächlich über die nagelneue Straße. Auch und gerade der Schwerlastverkehr würde die Gemeinden nicht mehr so sehr belasten.

Mangel an Rohstoffen

Doch alles ist anderes gekommen – es fehlt an Baumaterial, die Baustoffkrise und der Mangel an Rohstoffen und durchbrochenen Lieferketten führen derzeit dazu, dass die B 28 von Tübingen nach Rottenburg und weiter Richtung Autobahn noch nicht ganz fertig wird. In Siebenlinden wird noch fleißig gearbeitet, die Bauarbeiter geben derzeit alles. Rottenburgs Baubürgermeister Thomas Weigel ist jedoch zuversichtlich, dass die neue Verkehrsader im ersten Quartal 2022 fertig sein wird.

Die Baustelle lief ohnehin nicht so rund, wie es geplant war – die Insolvenz einer Brückenbaufirma führte zur ersten Stockung der Baustelle, zumindest was Rottenburg-Siebenlinden betrifft. Weigel weiß als erfahrener Straßenplaner und Baubürgermeister, dass auch und gerade der Winter eine schwierige Zeit für Straßenbauarbeiten ist – und der steht vor der Tür. Dazu kommt jetzt noch der Mangel an Baumaterial, was der Corona-Pandemie letztlich geschuldet ist. Glücklich sind die Autofahrer, die durch Siebenlinden fahren und Richtung Hechingen unterwegs sind. Sie dürfen eine bislang gesperrte Abkürzung benutzen. Für Autofahrer gilt ab der Neckarbrücke zurzeit Tempo 30, was den anhaltenden Bauarbeiten und einscherenden Baufahrzeugen geschuldet ist. Wer weiß, vielleicht steht hier ja irgendwann auch mal der städtische Blitzeranhänger – profitabel wäre es allemal.

Noch viel zu tun

Noch viel zu tun

Zurück zur Baustelle – es gibt noch so viel zu tun. Auch in Tübingen-Weilheim wird noch eifrig gebaut, was im Frühjahr 2022 aber sicherlich ein Ende haben wird. Ab dem Sülchenknoten, der laut Weigel "sehr gut gelungen ist", wird dann der "Autobahnzubringer" dreispurig. Zwischen dem Sülchenknoten und der A 81, bei der ab November der Ausbau des Kleeblatts startet, wird die Straße komplett dreispurig. Es soll zwischen dem Sülchenknoten und Seebronn auch dreispurig werden – die Vermessungsarbeiten laufen derzeit. Die Linienführung ist dreispurig, ohne weitere Kreuzungs- und Anbindepunkte. "Spannend wird die Querung zwischen der Gärtnerei Staudenmaier und den Heuberger Höfen", sagte Bürgermeister Weigel im Gespräch mit unserer Zeitung. Momentan läuft auch eine Naturschutzprüfung mit naturschutzrechtlichen Gutachten. Bürgermeister Weigel rechnet mit der Fertigstellung des Bauabschnitts zwischen dem Sülchenknoten und Seebronn in den Jahren 2024/2025.

Offen ist seit Donnerstag die Kreuzung B 28, Gartenstraße/Siebenlindenstraße.