Am 5. Mai will das Regierungspräsidium Tübingen die Sanierung des noch verbliebenen zentralen Abschnitts der Lautlinger Ortsdurchfahrt in Angriff nehmen. Fürs erste ist die B 463 nur halbseitig gesperrt; später folgt die Vollsperrung – voraussichtlich im September.
Seit 2022 ist die Lautlinger Ortsdurchfahrt saniert – allerdings nur im Osten, wo sie Ebingertalstraße heißt, und ganz im Westen auf Höhe der Firma Mey. Der zentrale, 700 Meter lange Straßenabschnitt zwischen Mey und der Einmündung der Höristraße dagegen blieb unsaniert und durfte seine Schlaglöcher und Asphaltflicken noch für weitere drei Jahre behalten. Doch jetzt, da die Sanierung des Laufener Tunnels und der Neubau der Laufener Eyachbrücke ohnehin weiträumige Umleitungen erforderlich machen, ist für das Regierungspräsidium Tübingen die rechte Zeit gekommen, auch den letzten Abschnitt der Ortsdurchfahrt samt der Brücke über den Meßstetter Talbach zu sanieren.
Die Bauarbeiten beginnen in der Kalenderwoche 19, und zwar am westlichen Ende des Sanierungsabschnitts, bei Mey. Den Anfang machen wie gewohnt die Albstadtwerke, welche die Gelegenheit nutzen, die Wasserhauptleitungen samt den Hausanschlüssen zu erneuern. Das kann eine Weile dauern, denn an der Ortsdurchfahrt stehen nicht gerade wenige Häuser. Der Straßenbau folgt auf dem Fuß; im Lauf des Frühsommers wandert die Baustelle ganz allmählich nach Osten und erreicht gegen Ende Juli ihr erstes Etappenziel, die Vordere Gasse.
Bis zu den Sommerferien wird halbseitig gesperrt
Bis dahin halten sich die Beschwernisse für die leidgeprüften Autofahrer und vor allem die Pendler zwischen Balingen und Ebingen noch in Grenzen, denn bis zu den Sommerferien wird halbseitig saniert und gesperrt: die jeweils andere Spur steht also weiter für den Verkehr zur Verfügung – der in Richtung Balingen wird an der Baustelle vorbeigeführt, der in Richtung Ebingen über die Eschach-, Von-Stauffenberg- und Falkenstraße umgeleitet. Östlich der Einmündung der Vorderen Gasse geht es dann aber nicht mehr ohne Vollsperrung, und deshalb muss, wer nach Balingen will, ab August wieder den Weg über Margrethausen, Pfeffingen, Zillhausen, Stockenhausen und Dürrwangen nehmen. Wie zurzeit auch fährt er, von Ebingen kommend, hinunter in den Lautlinger Ortskern hinein und biegt dann nach rechts in die Höristraße ab.
Im September springt die Stadt auf den Zug auf
Aber auch das ändert sich im September. Dann erreicht die Baustelle die Brücke des Meßstetter Talbachs und die Einmündung der Höristraße, und damit wird auch diese unpassierbar. Nun springt nämlich die Stadt Albstadt auf den fahrenden Zug auf und nimmt ihrerseits die Sanierung des unteren Abschnitts der Höristraße zwischen Römer- und Bundesstraße in Angriff. Auf 50 Meter Länge werden neue Kanalrohre mit 500 Millimetern Durchmesser verlegt, defekte Hausanschlüsse repariert und die Asphaltdeckschicht erneuert. Das dauert schätzungsweise sechs Wochen. In dieser Zeit führt der Weg von Ebingen und Balingen am Badkap vorbei: Hinter der Ebinger Weststadt unter der Brücke über die Bahnlinie biegt der Autofahrer scharf nach rechts in die Lautlingen und dann an der Petersburg ebenso scharf nach links in die Ebinger Straße ab, auf der er nach Margrethausen gelangt. Das bleibt voraussichtlich bis November so – wobei alle Terminpläne durch Wetter, Weltkriegsbomben und ähnliche Wechselfälle torpediert werden können.
Kein Terminplan istin Stein gemeißelt
Läuft indes alles nach Plan, dann werden die Autofahrer im Spätherbst wieder auf die – nun sanierte – Lautlinger Ortsdurchfahrt zurückkehren können. Die neue Eyachbrücke ist dann möglicherweise auch schon fertig. Der Laufener Tunnel dagegen wohl noch nicht.