Viel Verkehr an der Brückenbaustelle an der B 463 westlich von Laufen – hier gilt mehrere Monate lang Tempo 30. Foto: Kistner

Die Überbrückung der Eyach bei Laufen wird wohl erst im kommenden Jahr abgeschlossen sein.

Fünf Wochen lang hat auf der Baustelle der Straßenbrücke, die westlich von Laufen über die Eyach führt, Stillstand geherrscht. Allerdings weist das Regierungspräsidium den Verdacht von sich, es sei in dieser Zeit nichts in Sachen Brückenbau geschehen.

 

Wie Pressesprecher André Nagel auf Anfrage unserer Redaktion mitteilt, besteht der Brückenüberbau zwischen den beiden Widerlagern aus speziell angefertigten Stahlträgern und einer Fahrbahnplatte aus Stahlbeton. Bei den Stahlträgern handelt es sich um Sonderanfertigungen, die im Werk hergestellt und dann per Schwertransport direkt zur Baustelle geliefert und eingebaut werden. Auch diese Arbeiten, die nicht unter den Augen der Öffentlichkeit stattfänden, gehörten zum Gesamtprojekt und erforderten Zeit und Geld, gibt das Regierungspräsidium zu bedenken.

Anfang dieser Woche sind die Arbeiten auf der Baustelle wieder aufgenommen worden. Indes rechnet Bauleiter Jürgen Grauer momentan nicht mehr damit, dass die neue Brücke noch in diesem Jahr eingeweiht und für den Verkehr geöffnet werden kann.

Der Novembertermin ist wohl nicht zu halten

Anders als im Mai ist – zumindest laut der einschlägigen Internetseite des Regierungspräsidiums Tübingen – keine Vollsperrung der B 463 mehr für den Zeitpunkt vorgesehen, wenn die neue Brücke fertig ist und der Verkehr zu ihr hinüberwechseln kann. Die Baustelle wird freilich noch eine Weile fortbestehen; schließlich muss die Behelfsbrücke noch entfernt werden. Ursprünglich hatte man im November damit fertig werden wollen, aber schon jetzt zeichnet sich ab, dass man auch den gesamten Dezember und wohl auch noch die ersten Wochen des Neuen Jahres benötigen wird.

Die Tunnelsanierung könnte noch etwas länger dauern; hier war von vorneherein der Januar als finaler Zeithorizont genannt worden. Solange der Tunnel nicht offen ist, fließt der Verkehr weiter in beiden Richtungen durch die alte Laufener Ortsdurchfahrt.

Blitzer bei der Baustelle verärgert die Laufener

Für Unmut hat in Laufen und in Dürrwangen der Umstand gesorgt, dass auch während der Unterbrechung der Brückenbauarbeiten ein Personenwagen mit dem charakteristischen Karlsruher Kennzeichen am Straßenrand vor der Baustellestand und aus Richtung Laufen kommende Fahrzeuge blitzte, die schneller als die vorgeschriebenen 30 Stundenkilometer fuhren. „Abzocke“ sei das; schließlich könne der Schutz der Bauarbeiter nicht als Argument für die Tempoüberwachung angeführt werden, wenn überhaupt keine vor Ort seien.

Die Radarfalle in der Balinger Straße in Laufen steht manchen zu weit westlich, aber vom Grundsatz her sind die Laufener mit den Kontrollen einverstanden. Kritik haben dagegen die an der Brückenbaustelle hervorgerufen. Foto: Kistner

Letzteres hat sich allerdings inzwischen wieder geändert – mit weiteren Geschwindigkeitskontrollen muss gerechnet werden.