2028 als angepeilter Termin für die Fertigstellung der B 3-Umfahrung sei sportlich, erklärte Straßenbauamtsleiter Roland Gäßler. Er rechne mit einer Verzögerung aufgrund von Querungen. Allerdings gibt es auch gute Nachrichten.
„Wir werden ein Projekt schaffen, dass in dieser Dimension Seinesgleichen suchen wird – und wir sind schon ziemlich weit“, erklärte Roland Gäßler, Leiter des Ortenauer Straßenbauamts, als er im Gemeinderat Ringsheim einen Überblick über den aktuellen Stand der B 3-Umfahrung gab. Deren Projektkosten werden aktuell mit 79 Millionen Euro beziffert. Zehn Prozent, also 7,9 Millionen, müssen die Kommunen tragen. Die Finanzierungsvereinbarung dazu steht.
Aus Ringsheim gab es gute Nachrichten zu vermelden: Alle betroffenen Grundstückeigentümer bis auf einen hätten bereits ihre Flächen verkauft oder getauscht. Bürgermeister Pascal Weber erklärte zudem, dass man mit dem noch fehlenden Grundstückseigentümer im Gespräch sei. „Das ist ein wichtiges Signal, das sehr beeindruckt“, waren sich Weber und Gäßler einig.
Die Unterlagen für die Kreisstraße seien aktuell bei der Planfeststellungsbehörde und man habe mehrere sehr gute Gespräche mit dem Verkehrsministerium geführt. Vor allem, dass man flächenschonend baue, komme gut an.
Querungen für drei verschiedene Fledermausarten
Gäßler rechnet mit einer Fertigstellung 2030
Für die B 3-Umfahrung sollen vorhandene Wirtschaftswege genutzt oder zurückgebaut werden, zudem ist auch ein Rückbau der B 3 geplant. Dadurch habe man eine „Einsparung“ an Straßenflächen von 70 Prozent. Normalerweise hätte man gut 80 000 Quadratmeter Boden versiegeln müssen, um die neue Kreisstraße zu bauen. So seien es nur 24 835 Quadratmeter.
Allerdings gab es auch ein paar negative Nachrichten. Gäßler ist sich nicht sicher, ob der Fertigstellungstermin 2028 gehalten werden kann. „Das wird sportlich“, erklärt er. Er rechnet er mit 2030. Grund dafür seien vor allem die drei Über- und Unterquerungshilfen für die drei verschiedenen Fledermausarten und andere Tiere, deren Bau sich aufwendig gestalten dürfte.
Auch wann der Lückenschluss des Radschnellwegs – der parallel zur Kreisstraße gebaut wird – mit Emmendingen erfolgen werde, sei noch offen. Denn der Kreis Emmendingen habe „gerade andere Probleme“, man sei jedoch in Gesprächen.
Eine weitere gute Nachricht gab es jedoch auch: Der Bau des ersten Teils der Kreisstraße von Ringsheim bis zum Sulzer Kreuz soll Ende kommenden Jahres starten.
Das sind Ringsheims wichtigste Anliegen
Bürgermeister Pascal Weber rief nochmals die wichtigsten Anliegen von Ringsheim für die Kreisstraße in Erinnerung: Der Kreisverkehr, der auf der B3 Richtung Rust als Anschlussstelle entstehen soll, soll mindestens vier Arme haben, um dort für den zukünftigen Bahnhof Ringsheim, der nach Westen wandern soll, einen Anschluss zu haben. Zudem solle der Radschnellweg mindestens bis zum neuen Bahnhof, idealerweise aber bis zur Einmündung „Simona“ gehen. Diese beiden Anliegen sagte Gäßler zu. Zudem solle die Alte Bundesstraße vom Kreisverkehr bis zur Kahlenbergstraße zurück gebaut werden, damit die Autos langsamer durch Ringsheim fahren würden. Zudem sollte es eine Querverbindung vom Apostelsee Richtung Grafenhausen geben.