Winterweiße Torten aus Filz gab es bei Roswitha Güdemann aus Wiechs. Foto: Ines Bode

Die schönsten Dinge ließen sich an den Ständen des „Adventszaubers“ der Mühli-Hexe in Hasel entdecken. Geschenkideen und Mitbringsel gibt es ebenso wie Flammkuchen und Glühwein.

Zum Beispiel eine winterweiße Torte oder eine verblüffend echte Kekspackung aus Filz – wer ungewöhnliche Geschenke oder Mitbringsel gesucht hat, wurde bei der Veranstaltung der Mühli-Häxe fündig.Filz ist der Stoff, aus dem Roswitha Güdemann aus Wiechs echte Hingucker macht.

 

Ihr Stand punktete mit ausgefallenen kreativen Ideen. Nebst besagter Filztorte fand sich weiter eine Ansammlung Bilderrahmen. „Besser als Umschläge, oder?“, schmunzelt die Bastelfee. Die Rahmen enthalten Stoffteile von Jeans, kleine Taschen etwa, aus denen ein Zwanzig Euro-Scheinchen leuchtet. Verziert mit einer hübschen Metall-Tanne, kommt die Botschaft an. Auch ein Jeans-Stiefel ist dabei, aus dem ebenfalls einen Zwanziger lugt. „Upcycling“ sei ihr Thema, sagt sie. Pfandfreie Joghurtgläser werden mit grüner Farbe betupft, um einen leuchtenden Grinch mit grünem Schopf zu kreieren.

Nebenan bietet Daniela Belfiore aus Lörrach neben vielerlei Unikaten eine fast echte Keksschachtel an. Für den Kaufladen der Kinder sollte sie sein. „Meine sehen genauso aus, ich verziere sie genau gleich“, zeigt sich eine Kundin begeistert. Es entspinnt sich ein Gespräch übers Kekse backen respektive Kekse basteln. Steht erwähnter Grinch bekanntlich mit Weihnachten auf Kriegsfuß, ließ sich das zahlreich versammelte Publikum auf die besondere Tagesstimmung ein.

Origineller Christbaumschmuck: Plätzchen aus Filz näht Roswitha Güdemann. Foto: Ines Bode

Die Veranstaltung sei immer ein Fest fürs Dorf, heißt es. Überall wurden Waffeln oder Flammkuchen verputzt, am Glühwein genippt und Kaufangebote durchstöbert.

Weithin duftende Seife vom Schönauer Eselhof gab es, gar mit Weihnachtsgewürz, wie Michaele Behringer kundtat. Alles sah so schön aus, dass es Mut braucht, um die Seife aus einer Mischung ätherischer Öle und Kräutern zu benutzen. Ebenso ansprechende Holzartikel gabs an einem Stand, der einen Teilerlös afrikanischen Berggorillas spende. Hier fiel eine Teigrolle mit Haken und zwei Deko-Hühnern ins Auge. Zwei Tische, an denen die Jüngsten werkeln konnten, waren umringt wie wohl sämtliche Buden, die feste und flüssige Nahrung veräußerten.

„Einmal vollmachen, bitte“, sagt ein Klein-Wiesentäler, der sich mit Arbeitskollegen einfand. Er übergibt dem Thekenteam eine Art Holztablett mit acht runden Öffnungen, passgerecht für acht süffige Becherchen Häxentraum. Die wievielte Runde es sei? Antwort: Dritte oder vierte. Ob die Promille schon wirken? Antwort: „No net“.

Überraschende Auskünfte hatte weiter ein Mädels-Quartett des Jugendorchesters Wehr an der Kuchentheke parat. Bekanntlich gehört den Zöglingen die eigens aufgebaute Bühne, um den Sonntag musikalisch zu umrahmen. Der Kuchenverkauf solle helfen, die neuen Uniformen zu finanzieren. Zur Frage, wer nun die feinen Kuchen gebacken habe, die Mama oder die Oma, beteuern Laura, Marie, Luzia und Celine: „Wir!“

Stolz zeigt sich weiter die Häxen-Chefin Nadia Ruckdäschel: Auch die jüngste Ausgabe verlaufe zur Freude der Organisatorinnen wie gewünscht. Bekannte Gesichter mischen sich mit neuen, und auch das Wetter spiele mit.