Macht die neuste Technik das Auto langweilig? (Symbolbild) Foto: Sebastian Gollnow/dpa

Zum Thema Autowerbung und warum diese so langweilig zu sein scheint, schreibt unser Leser Wolfgang Wiebe aus Albstadt.

Warum Autowerbung so langweilig ist? Weil das Auto selbst so langweilig geworden ist. Wenn wir in den 70ern mit dem Käfer im Winter auf die Alb gefahren sind, musste mein Vater jede halbe Stunde rechts ran fahren, um ein Guckloch in die vereiste Windschutzscheibe zu produzieren.

 

Heutzutage kann ich meinem Auto beim Einparken zuschauen. Langweilig! Heutzutage funktioniert der Porsche nicht mal mehr als gedachte Schwanzverlängerung des Fahrers, da es ja nicht mehr seine „Performance“, sondern die des Autos ist, auf die es ankommt.

Von Sensoren des Fahrwerks überwacht

Denn jeder weiß, dass des Fahrers Powerslide von Sensoren des Fahrwerks überwacht wird, die rechtzeitig einen digital gesteuerten Mechanismus in Gang bringt, um eine Übersteuerung zu korrigieren. Langweilig!

Geschwindigkeitsbegrenzungen, verstopfte Autobahnen. Selbstfahrende Autos, welche dem fragwürdigen Individualverkehr nur noch eins draufsetzen würden: langweilig! Bei Daimler: Eine lernende Fahrwerkslogik, die Daten über Schlaglöcher sammelt, sie an die Cloud schickt, damit andere Fahrer vor diesen Schlaglöchern gewarnt werden können. Alles langweilig!

Eher spannend: In Bremerhaven stehen 25.000 BYD-Elektroautos am Kai und warten auf den Abverkauf. Mal sehen, wie lange der Chinese die Nerven behält, bevor er sie billiger macht und man/frau sie hier auf den Straßen sieht.

Wolfgang Wiebe, Albstadt

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