Vertreter von Gemeinderat, Stadtverwaltung und IG Velo sowie Oberbürgermeister Klaus Eberhardt und Landtagsabgeordnete Sabine Hartmann-Müller gaben am Montag die Eichbergstraße als Fahrradstraße frei. Foto: Heinz Vollmar

Auf der Eichbergstraße haben Fahrräder jetzt Vorrang. Die erste Fahrradstraße in der Löwenstadt ist am Montagvormittag offiziell freigegeben worden.

Oberbürgermeister Klaus Eberhardt, Bürgermeisterin Kristin Fuchs, Vertreter des Gemeinderats, der IG Velo sowie der Verwaltung und der am Bau beteiligten Firmen durchschnitten am späten Vormittag das Band.

 

Noch weitere Velostraßen sind in Planung

Mit den Worten „Was lange währt, wird endlich wahr“ begann Eberhardt seine Ansprache unmittelbar neben der neuen Fahrradstraße. Er räumte ein, dass Rheinfelden nicht die erste Stadt im Landkreis ist, die derlei initiiert. Dies sei aber nur darauf zurückzuführen, dass sich die Stadt ein sternförmiges Gesamtkonzept im Zusammenhang mit der Entstehung weiterer Fahrradstraßen gegeben habe. Dabei habe vor allem die Sicherheit der der Radfahrer eine dominante Rolle gespielt, so der Oberbürgermeister. „Die Radlerinnen und Radler sollen sich sicherfühlen.“

Dankesworte richtete der Oberbürgermeister an die Vertreter der IG Velo, die bei der Konzeption der ersten Rheinfelder Fahrradstraße tatkräftig mitgewirkt hatten.

IG Velo wirkt an Gesamtkonzept mit

In der Zeitschrift „Velo Post“ der IG Velo im Landkreis Lörrach heißt es dazu: „Mit der Einrichtung der Fahrradstraße in der Eichbergstraße wird sich nach Überzeugung der IG Velo die Sicherheit für Fahrradfahrende erheblich verbessern im Bereich des Europastadions, des Freibades und der Hans-Thoma-Schule.“ OB Eberhardt kündigte weitere 13 Maßnahmen an, die in den kommenden Jahren umgesetzt werden sollen. Dazu zählt noch in diesem Jahr die Verbindung Maurice-Sadorge-Straße inklusive Eichamtstraße bis zur Schillerschule, wo ebenfalls eine Fahrradstraße entstehen soll. Im kommenden Jahr sollen dann die Schiller- und Werderstraße zwischen Goethe- und Schillerstraße, Karl-Fürstenberg-Straße zwischen Schwarzem Weg und Kronenstraße als Fahrradstraßen ausgebaut werden.

Eigenanteil der Stadt vergleichsweise gering

Zum Gesamtkonzept bemerkte Eberhardt, dass die geplanten Fahrradstraßen, basierend auf einer von einem Fachbüro durchgeführten Analyse, bestehende Lücken im Radverkehr schließen und dabei Schulen, wichtige Freizeiteinrichtungen sowie die Innenstadt an- und verbinden sollen. Für alle Maßnahmen bezifferte er die Kosten mit rund 700.000 Euro.

Die zur Fahrradstraße umgebaute Eichbergstraße ist rund 880 Meter lang. 50 Parkplätze sind weggefallen. Die Kosten für den Ausbau lagen bei 140.300 Euro. Vom Regierungspräsidium gab es dafür eine Förderung über 105.220 Euro.

Lang ersehnter Fußgängerüberweg eingeweiht

Fast in Vergessenheit geraten wäre bei der Einweihung der ersten Fahrradstraße der nach langem Warten und vielen Diskussionen eingerichtete Fußgängerüberweg in unmittelbarer Nähe zur Hans-Thoma-Schule an der Eichbergstraße. Dieser wurde kurz nach der Fahrradstraße von Oberbürgermeister Klaus Eberhardt, dem Leiter des Amtes für Öffentliche Ordnung, Dominic Rago und dem Sprecher des Stadtteilbeirats Warmbach, Dieter Wild seiner Bestimmung übergeben.

Der neue Fußgängerüberweg soll vor allem den Schulkindern in der Eichbergstraße, aber auch den Fußgängern zugutekommen, die aus Warmbach kommend die Straßenseite wechseln wollen, um zum Freibad oder zum Europastadion zu gelangen.