Autor Andy Hör liest aus seinem Roman. Foto: Claudius Eberl

Bei der offiziellen Vorstellung seines Romans „Was ich sehen kann“ beleuchtete Autor Andy Hör aus Schonach auch die Entstehung seines Erstlingswerks.

Ganz offiziell stellte Andy Hör aus Schonach nun sein Erstlingswerk mit dem Titel „Was ich sehen kann“ vor. Nachdem es vor rund einem Monat schon einmal eine Lesung im Rahmen der 750-Jahr-Feier der Gemeinde gab, war nun auch der herausgebende Verlag vor Ort.

 

Barbara Sester, Geschäftsführerin des Badischen Landwirtschafts-Verlags (BLV), freute sich, die vielen Zuhörer – knapp 80 kamen ins Pfarrzentrum – zu begrüßen. Unter den Gästen waren auch die Landtagsabgeordnete Martina Braun, Bürgermeister Jörg Frey und der Hausherr Pfarrer Andreas Treuer sowie die Lektorin des Buchs, Julia Heinecke.

Sester stellte ihren Arbeitgeber kurz vor: Der BLV ist vor allem durch die Badische Bauern Zeitung (BBZ) und die Zeitung Badischer Winzer bekannt. Aber auch Bücher verlege man – vorwiegend solche, die mit Land und Leuten aus dem Badischen zu tun haben. Aufgrund des kleinen Teams des BLV komme man da aber höchstens auf ein Buch pro Jahr.

Im Juli 2024 habe Andy Hör sein Manuskript gesandt. „Ich muss sagen, da hatte er mich auf dem falschen Fuß erwischt. Wir waren gerade mitten in der Arbeit an einem anderen Buch“, gestand Sester. Etwas reserviert sei sie daher gewesen, nahm sich das Werk dann aber doch vor – auch weil Andy Hör ihr vorgeschwärmt habe, dass er als Nebenerwerbslandwirt begeisterter Leser der BBZ sei. Der BLV sei daher sein Wunsch-Verlag.

Stolz auf das Ergebnis

Sester war begeistert von dem Erstlingswerk, welches das bäuerliche Leben in den 1970er- und 1980er-Jahren eindrücklich in eine Geschichte verpackte. Insgesamt sei es eine tolle Zusammenarbeit gewesen und man könne stolz auf das Ergebnis sein.

Lektorat per Videocall

Andy Hör war derselben Meinung und wusste noch eine Anekdote. Seine Lektorin Julia Heinecke, die als Autorin über den BLV schon mehrere erfolgreiche Bücher herausgebracht hatte, war im Frühjahr 2025, als die Hauptarbeit anstand, in Kanada. So musste das Lektorat per Videocall erledigt werden, was aber wunderbar klappte. Von ihr, so Hör, habe er sehr viel über das Schreiben gelernt.

Für ihn sei mit der Veröffentlichung des Buchs ein großer Traum in Erfüllung gegangen. Nun hoffe er, dass es auch für den Verlag ein Erfolg werde. Ein Buch wollte er schon immer schreiben – und so habe er sich 2024 hingesetzt und einfach losgelegt, ohne einen Plan, was es eigentlich werden sollte. Die Ideen, berichtete Hör, entwickelten sich während des Schreibens.

Protagonist mit besonderer Begabung

Herausgekommen ist ein Roman über Matti, einen Jungen, der seine Kindheit und Jugend in den 1980er-Jahren auf einem fiktiven Schwarzwaldhof im ebenso fiktiven Schönbach verbringt und eine besondere Begabung hat.

Andy Hör las zwei Kapitel aus dem Buch vor. Zwei Gesangseinlagen, die der Autor zusammen mit Wolfgang Schyle darbot, lockerten die Veranstaltung auf. Und während der Pause zwischen den beiden Kapiteln war auch Zeit, die zuvor am Stand des BLV erworbenen Bücher vom Autor signieren zu lassen.

Das Buch

Das 216 Seiten starke Werk (ISBN 978-3982298894) ist seit Mitte Oktober im Buchhandel für 15 Euro erhältlich. Auch in Schonach wird das Buch beim Schreibwarenhandel Moosmann angeboten.