Trotz schwieriger Marktbedingungen wächst Alphartis weiter: Der Horber Mobilitätsdienstleister erzielt einen Rekordumsatz und baut neue Geschäftsfelder aus.
Ein herausforderndes Geschäftsjahr habe der Mobilitätsdienstleister Alphartis mit einem guten Ergebnis abgeschlossen. Die Weichenstellung hin zum umfassenden Mobilitätsdienstleister sorge für insgesamt positive Perspektiven. Das berichtet das Horber Unternehmen in einer Pressemitteilung.
Mit einem Umsatz in Höhe von 2,05 Mrd. Euro hat Alphartis einen neuen Höchstwert in der 40-jährigen Unternehmensgeschichte erzielt. Dieser resultiere aus dem Fahrzeugvertrieb, der Integration zweier BHG-Betriebe in Lörrach und Binzen sowie einer sehr positiven Entwicklung bei den jüngeren Tochtergesellschaften.
Im zurückliegenden Jahr habe das Unternehmen trotz der zunehmend herausfordernden Rahmenbedingungen insgesamt 52.000 (Vorjahr 46.900) Fahrzeuge auf die Straße gebracht, davon 26.700 Neuwagen und 25.300 Gebrauchte.
Kein Selbstläufer Ein Selbstläufer sei dieses Jahresergebnis keineswegs gewesen. „Eine generell spürbare Kaufzurückhaltung bei Privat- und Gewerbekunden erforderte eine deutlich größere Kraftanstrengung für den Vertrieb. Im Bereich Aftersales wirkte ein internes Strategiekonzept dem rückläufigen Auftragsbestand bei technischen Nachbesserungen entgegen. Diese Trends im klassischen Geschäftsbetrieb setzen sich im laufenden Geschäftsjahr fort“, teilt das Unternehmen mit.
Um die Sicherheit der Arbeitsplätze aller rund 2700 Beschäftigten langfristig zu gewährleisten, habe das Management frühzeitig reagiert. Die Integration der neuen Marken Hyundai, Kia und MG an inzwischen 14 der 30 Standorten bei der AHG trage spürbar zur Auslastung im Bereich Aftersales bei.
Servicenetz für Cupra und Seat ausgebaut Bei der BHG baute das Unternehmen das Servicenetz für die Marken Cupra und Seat deutlich aus und eröffnete dazu einen zweiten Vertriebsstandort in Reutlingen.
„Dynamisch und sehr positiv entwickeln sich auch die Start-ups der Alphartis SE, die ihren Kinderschuhen inzwischen entwachsen sind. Sowohl die VHG (Versicherungsmakler) als auch die FHG (Fuhrparkmanagement) haben ihre Erfolge deutlich gesteigert und sind auch personell deutlich gewachsen – eine Entwicklung, die sich im laufenden Geschäftsjahr fortsetzen wird“, schreibt das Unternehmen.
Entgegen dem allgemeinen Trend am Markt deutlich gewachsen sei auch die Autohaus Fahrschule. Neue Fahrschul-Standorte wurden in Tübingen, Böblingen und Reutlingen eröffnet, der nächste Neustart in Albstadt steht unmittelbar bevor. „Nicht ganz so ungünstig wie bei vielen anderen Fahrschulen wirkte sich die politische Diskussion um eine mögliche Vergünstigung für den Erwerb des Führerscheins auf die Anmeldezahlen aus“, schreibt das Unternehmen dazu.
Neue Tochtergesellschaft gegründet Um den Vertrieb gebrauchter Fahrzeuge breiter aufzustellen, hat Alphartis im vergangenen Jahr eine neue Tochtergesellschaft, die GHG, gegründet. Unter der dazugehörigen Marke PKW One biete diese ein breiteres Sortiment von Gebrauchtwagen an. Nach dem Start in Göppingen sollen nach und nach weitere Standorte hinzukommen.
Start vor 40 Jahren mit 19 Beschäftigten Mit ihrem Wachstum hat sich Alphartis in den 40 Jahren ihres Bestehens unter den größten deutschen Unternehmen ihrer Branche etabliert. Im Jahr 1986 mit 19 Beschäftigten gestartet, ist das Horber Unternehmen der größte Mobilitätsdienstleister in Baden-Württemberg. Dem Grundsatz folgend, schneckenförmig um Horb herum zu wachsen, gehören neben den erwähnten Tochtergesellschaften inzwischen 50 Betriebe zum Unternehmen.
Mit ihrem Portfolio und ihrer strategischen Ausrichtung starte Alphartis zuversichtlich in das nächste Jahrzehnt ihres Bestehens. „Zwar bedeuten die nach wie vor angespannten geopolitischen Rahmenbedingungen eine große Herausforderung, aber die Schlagkraft des Teams aus 2700 Expertinnen und Experten hat schon in den vergangenen Jahren zahlreiche große Hürden gemeinsam erfolgreich gemeistert“, schreibt das Unternehmen.