Autohersteller BYD will Autos im Kleinwagensegment anbieten, das deutsche Hersteller preisgegeben haben.
Der chinesische E-Auto-Hersteller BYD will in Deutschland einen Marktanteil von bis zu zehn Prozent erobern und setzt auf Fahrzeugsegmente, die von deutschen Herstellern preisgegeben werden.
Man wolle in Deutschland „in Segmenten kleiner Fahrzeuge auf den Markt kommen, die es hier noch gar nicht gibt und die günstiger sind als das, was in Deutschland bisher angeboten wird“, sagte Lars Pauly, Chef des Autohändlers Hedin Electric Mobility, der für BYD derzeit ein Vertriebsnetz in Deutschland aufbaut. Später wolle man auch große Fahrzeuge anbieten.
Bereits im Herbst werde ein Modell angeboten, das unter Berücksichtigung der Förderung weniger als 25 000 Euro koste. Man werde in Deutschland weitere Modelle anbieten, die preislich noch darunter liegen.
Zugang zu Rohstoffen als Wettbewerbsvorteil
BYD wolle allerdings nicht in den jeweiligen Segmenten der günstigste Anbieter sein, sondern vielmehr in Segmente vordringen, die es hier noch gar nicht gibt.
Einen Wettbewerbsvorteil von BYD sieht Pauly darin, dass das Unternehmen als reiner E-Auto-Hersteller auf hohe Stückzahlen komme. Größenvorteile könne man auch angesichts des großen chinesischen Markts erzielen. Hinzu komme, dass das Unternehmen über einen eigenen Zugang zu den knappen Rohstoffen für die Batterieherstellung verfügt. Die EU versucht schon lange, sich einen besseren Zugang zu wichtigen Rohstoffen zu verschaffen und so die Abhängigkeit von China zu verringern.
BYD werde die Autos in Deutschland teurer anbieten als in China, so Pauly. Dies liege auch daran, die Fahrzeuge für Deutschland oft besser ausgestattet seien, wenn es etwa um die Sicherheit gehe.