Ein durchtrenntes Glasfaserkabel lässt sich nicht ohne Aufwand wieder verbinden. Foto: Terkowsky

Was passiert, wenn ein ganzes Polizeirevier auf einmal offline ist? Davon können die Beamten der Autobahnpolizei in Zimmern nun berichten.

Welchen Einfluss eine zuverlässige Internetanbindung auf den Arbeitsalltag hat, mussten die Beamten auf dem Autobahnpolizeirevier in Zimmern feststellen. Denn am späten Mittwochnachmittag standen sie plötzlich ohne da. Verursacher war ein Bautrupp, der das falsche Glasfaserkabel gekappt hat.

 

„Von einer Sekunde auf die andere war alles weg“, berichtet ein Polizeibeamter vor Ort. Kritisch sei das im weiteren Sinne allerdings nicht gewesen. Denn Telefon und Funk sind nicht betroffen. Dazu habe man Diensthandys, mit denen man dringende E-Mails beantworten könne. „Da gibt es sicherlich Reviere, bei denen so ein Vorfall kritischer wäre“, schätzt er die Lage ein. Allerdings habe die Sachbearbeiterin des Reviers ihre Arbeit nicht fortführen können.

Falsches Kabel erwischt

Passiert ist das Missgeschick einem Bautrupp bei der Anbindung neuer Haushalte ans Glasfasernetz. Dabei sei ein Kabel auf dem Plan fälschlicherweise als „leer“ markiert gewesen, erklärt einer der Mitarbeiter des Trupps. Dieses habe man nutzen wollen, um einen neuen Haushalt an das Glasfasernetz anzuschließen. Doch in Wahrheit sicherte dieses Kabel die Internet-Verbindung des Polizeireviers.

Revier wieder angebunden

Ein Glasfaserkabel kann man, wenn es einmal gekappt wurde, nicht problemlos wieder verbinden. Stattdessen muss nun von der Muffe (einer Art unterirdischem Verteiler), die sich am Kreisverkehr in rund 250 Meter Entfernung vom Revier befindet, ein neues Kabel verlegt werden. Auch wenn die Techniker versicherten, dass die Anbindung zügig wieder hergestellt sein soll, ist das Revier mehr als 24 Stunden später immer noch vom Internet abgeschnitten.