Ein Helikopter brachte die schwer verletzten Unfallbeteiligten ins Krankenhaus (Symbolbild). Foto: Beatrice Ehrlich

Nach einem schweren Unfall auf der L 138 in Lörrach hat ein Unterstützer einen Spendenaufruf für die dabei schwer verletzte Frau aus Weil am Rhein ins Leben gerufen.

Nach einem schwerem Autounfall bei Lörrach durch einen unversicherten Fahrer auf der L 138 in Höhe der Baustelle des neuen Kreisklinikums hat ein Unterstützer namens Dennis Anklam einen Spendenaufruf für die dabei schwer verletzte Frau aus Weil am Rhein gestartet.

 

Die Betroffene wurde demnach am 20. Februar Opfer eines schweren Verkehrsunfalls bei Lörrach. Dieser habe ihr Leben von einem Moment auf den anderen völlig verändert, heißt es in dem Aufruf.

Der Unfallverursacher war demnach ohne Versicherung und mit einem nicht angemeldeten Fahrzeug unterwegs. Dies bestätigt Polizeisprecher Thomas Batzel auf Nachfrage: Gegen den Fahrzeugführer wird wegen Verdachts des Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz ermittelt.

Als die Polizei versucht hatte, ihn zu kontrollieren, sei der Mann mit überhöhter Geschwindigkeit geflüchtet und schließlich mit voller Wucht mit dem Fahrzeug des Unfallopfers kollidiert, wird der Unfall im Spendenaufruf weiter beschrieben.

Die Frau wurde bei diesem Unfall laut dem Polizeibericht schwer verletzt, ein Rettungshubschrauber kam zum Einsatz.

Im Spendenaufruf heißt es nun im Detail, die Frau habe mehrere Rippenbrüche, Brüche am Becken sowie eine perforierte Lunge und Leber erlitten. Die Verletzungen seien lebensbedrohlich gewesen und hätten eine sofortige medizinische Versorgung erfordert.

„Emotionale und finanzielle Herausforderung“

Der Heilungsprozess werde lang und belastend sein und bringt große körperliche, emotionale und vor allem auch finanzielle Herausforderungen mit sich, heißt es weiter. Zudem sei das Fahrzeug der Frau wurde bei dem Unfall vollständig zerstört worden. Ein Totalschaden liege vor.

Dieses Fahrzeug sei für die Betroffene ein sehr wichtiger Bestandteil des Alltags und werde dringend benötigt, insbesondere für Arztbesuche, Rehabilitation und den Weg zurück in ein normales Leben, heißt es in dem Aufruf.

Die finanzielle Situation sei aktuell ungewiss, und viele Kosten etwa für die Abschleppkosten oder einen Gutachter, seien nicht gedeckt oder müssten vorfinanziert werden.

Ein Großteil der Spendensumme ist schon erreicht

28 000 Euro sollen nun über die Spenden-Plattform GoFundMe gesammelt werden, um damit medizinische Kosten und Rehabilitation, die laufenden Lebenshaltungskosten während der Genesung, Ersatz für das Fahrzeug und weitere unfallbedingte Ausgaben begleichen zu können.

„Jede Unterstützung, egal in welcher Höhe, hilft dabei, die Belastung etwas zu verringern und den Weg zur Genesung zu erleichtern“, schreibt Initiator Anklam in dem Spendenaufruf.

Mehr als 20 000 Euro sind in kurzer Zeit bereits zusammengekommen.

Hier finden Sie den Link zur Spendenaktion: https://www.gofundme.com/f/787hxd-unterstutzung-nach-schwerem-unfall

Hintergrund: Wenn bei einem Unfallverursacher kein Versicherungsschutz besteht, könne man sich an die Verkehrsopferhilfe wenden, teilt auf Nachfrage unserer Zeitung eine Sprecherin der Organisation „Weißer Ring“ mit, welche Kriminalitätsopfern hilft.

Der Verein Verkehrsopferhilfe wurde laut seiner Internetseite im Jahre 1963 von allen Autohaftpflichtversicherern, die dem früheren HUK-Verband angehörten, gegründet. Ihm wurde 1966 die Stellung des gesetzlichen Entschädigungsfonds für Schäden aus Kraftfahrzeugunfällen und seit dem 2003 die Stellung als Entschädigungsstelle zugewiesen.

Verkehrsopferhilfe

Der Entschädigungs- oder Garantiefonds ist eingerichtet worden, um letzte Lücken im Pflichtversicherungsgesetz zu schließen und um die Verkehrsopfer vor Härten zu bewahren, gegen die sie sich am wenigsten schützen können. Er reguliert gemäß dem Pflichtversicherungsgesetz unter anderem Schäden, die durch den Gebrauch eines nicht zu ermittelnden beziehungsweise pflichtwidrig nicht versicherten Kraftfahrzeuges entstanden sind oder mit einem Kraftfahrzeug vorsätzlich und rechtswidrig herbeigefügt werden, heißt es auf der Internetseite.

Ein Antrag könne dort formlos gestellt werden, heißt es bei dem Verein auf Nachfrage.

Polizei informiert

Wie Polizeisprecher Batzel auf Nachfrage ausführte, gibt es bei der Polizei eine Broschüre für Opfer und Geschädigte von Verkehrsunfällen. Diese werde normalerweise den Beteiligten am Unfallort übergeben, so Batzel, es sei denn der Beteiligte wird schwer verletzt in ein Krankenhaus transportiert. Dann erfolge eine Aushändigung im Nachgang.