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Mercedes, Porsche und Co. Neuwagen sind so teuer wie nie

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Ein Tesla an einer Stromtankstelle. Der Elektro-Pionier gewinnt hierzulande Marktanteile. Foto: dpa

Stuttgart - Die Deutschen lassen sich ein neues Auto immer mehr kosten. In diesem Jahr haben sie im Schnitt 650 Euro oder 2,1 Prozent höhere Listenpreise für ihren Neuwagen bezahlt als 2015. Mit einem Durchschnittspreis von 31 400 Euro wurde nach Berechnungen des CAR-Centers der Universität Duisburg-Essen 2016 ein neuer Rekordwert erreicht. 2010 beispielsweise lag der Durchschnittspreis für einen Neuwagen noch bei 24 910 Euro, im Jahr 1990 bei 15 340 Euro. Nicht berücksichtigt sind bei den Berechnungen Zusatzaustattungen und Rabatte.

Ein Grund für den höherwertigen Kauf von Neuwagen sei der steigende Marktanteil der Premiummarken, sagt Ferdinand Dudenhöffer vom CAR-Center. Hatten 2010 die Marken Audi, BMW, Jaguar-Landrover, Mercedes, Mini, Porsche und Volvo noch 28 Prozent aller Pkw-Neuwagen in Deutschland gestellt, sind es 2016 bereits 30 Prozent. Mit dem höheren Anteil der Premiummarken steige auch der Durchschnittspreis, den Autokäufer für ein neues Fahrzeug bezahlten, so Dudenhöffer. 2016 lag der Durchschnittspreis für solch einen Premium-Neuwagen mit 45 700 Euro mehr als 45 Prozent über dem Listenpreis des Durchschnitts-Neuwagens in Deutschland.

Tesla, eine „ernst zu nehmende Marke im Premiumsegment“

Auch in den nächsten Jahren könne mit weiter steigenden Anteilen der Premiummarken gerechnet werden und damit auch mit weiter steigenden Preisen, folgert Dudenhöffer. Profitiert hat vor allem Elektro-Pionier Tesla, der hierzulande 45 Prozent mehr Neuwagen zugelassen hat als Porsche vom Spitzenmodell Porsche Panamera. Zudem wird Tesla mit 94 450 Euro im Durchschnitt zu einem höheren Listenpreis gekauft als etwa der Durchschnitts-Porsche mit 92 350 Euro. Tesla sei in Deutschland „eine sehr ernst zu nehmende Marke im Premiumsegment geworden“, so Dudenhöffer. Im Segment der Batterie-elektrischen Pkw liegt Tesla mit 15 Prozent Marktanteil mittlerweile auf Platz 3 hinter den beiden Marktführern Renault und BMW mit jeweils rund 22 Prozent. Die Durchschnittspreise bei E-Autos lagen bei 40 300 Euro, ohne Tesla bei 30 900 Euro und damit 500 Euro unter dem Durchschnittspreis aller Neuwagen.

Mit der Elektromobilitätsprämie rücke der Preis auf das Niveau eines Benziners und damit in Reichweite der Käufer. „Wenn die Autobauer schneller in höhere Reichweiten gehen und schneller die Ladeinfrastruktur in Gang kommt, schaffen wir mit dem Elektroauto den Anschluss an die Welt“, analysiert Dudenhöffer. Beim Plug-in-Hybrid könne man das nicht behaupten. Die wenigen, neu zugelassenen Plug-in-Hybride (der Marktanteil liegt bei 0,4 Prozent) schlagen immerhin mit einem durchschnittlichen Listenpreis von 57 100 Euro zu Buche.

Im Schnitt 94 450 Euro für einen neuen Tesla

Der Dieselanteil bei den zugelassenen Neuwagen in Deutschland ist unverändert hoch – auch das ist mit ein Grund für die hohen Durchschnittspreise. Der Diesel steht mit durchschnittlich 38 000 Euro in der Preisliste, während Benziner mit 25 600 Euro deutlich günstiger sind. Die preisgünstigste Marke für Neuwagen bleibt auch 2016 konkurrenzlos Dacia – mit einem Listenpreis von durchschnittlich 12 800 Euro. Im Dreijahresvergleich mit dem Jahr 2013 ist der Preis sogar um 0,5 Prozent gefallen. Einen großen Sprung nach oben hat dagegen Audi in dem Zeitraum gemacht. Der Listenpreis des Durchschnitts-Audi stieg um 13 Prozent auf 43 050 Euro. Das liegt am veränderten Modell-Mix bei den Neuzulassungen.

Ähnlich ist das auch bei Ford. Vor drei Jahren hatten die „kleinen Modelle“ wie Ka und Fiesta noch 27 Prozent Anteil an den Neuzulassungen, in diesem Jahr waren es noch 19 Prozent. Will heißen: Ford verkauft also höherwertiger und mehr größere Modelle. Dies sei sicher einer der Gründe, dass Ford Europa die Wende geschafft habe und in diesem Jahr mit einer Milliarde Gewinn rechne, so Dudenhöffer.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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