Naturpark-Schulen im Südschwarzwald auch in der Raumschaft Triberg und dem Oberen Bergtal vermitteln Nachhaltigkeit praxisnah – mit externen Experten und Lernen vor Ort.
„Wir sind Naturpark-Schule“ – aktuell können das 37 Schulen im Naturpark Südschwarzwald von sich behaupten. Doch was machen sie anders?
Natur und Kultur der Region werden laut Pressemitteilung als feste Bestandteile des Unterrichts und in Kooperation mit außerschulischen Partnern direkt vor Ort vermittelt. Die Kinder erwerben im Sinne der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) Wissen und Kompetenzen, um komplexe Zusammenhänge sowie die Auswirkungen des eigenen Handelns auf ihre Umwelt zu verstehen.
Seit 2011 besteht das Schulentwicklungsprogramm, die Auszeichnung Naturpark-Schule wird jeweils für fünf Jahre verliehen. Viele der Schulen wurden bereits wiederholt ausgezeichnet, allein in diesem Jahr waren es die Richard-Dorer-Grundschule Schönwald, die Dom Clemente Schule Schonach, die Friedrichschule Furtwangen, die Grundschule Neukirch-Furtwangen, die Anne-Frank-Schule Furtwangen sowie die Nachbarschaftsschule Kleines Wiesental, in Kürze folgen die Grundschule Hotzenwald in Rickenbach und die Grundschule Gütenbach.
Wiederauszeichnungen der Naturpark-Schulen
„Wir freuen uns sehr über die zahlreichen Wiederauszeichnungen der Naturpark-Schulen. Sie zeigen, dass sich das Programm erfolgreich verstetigt hat, unsere Kooperationen mit den Schulen und Gemeinden wirkungsvoll sind und einen echten Mehrwert für die Schüler bieten“, resümiert Sabine Mickler, Koordinatorin der Naturpark-Schulen im Südschwarzwald.
Dabei profitieren die Naturpark-Schulen auch vom bestehenden Netzwerk und den Unterstützungs- und Fortbildungsangeboten des Naturpark Südschwarzwald Konzept in der Praxis. „Schule und Lernen findet in anderer Weise und an anderen Orten statt, was die Kinder sehr genießen und zu nachhaltigerem Wissen führt“, fasst Petra Kistner, Leiterin der Nachbarschaftsschule Kleines Wiesental, die Besonderheiten der Naturpark-Schulen zusammen.
Schüler zeigen Naturverbundenheit
„Die Schüler unserer Schule sind sehr gut über die Natur und Kultur ihrer Umgebung und ihres Heimattales informiert. Sie zeigen große Naturverbundenheit und nehmen mit viel Freude und Wissensdurst an den verschiedenen Modulen teil.“
Die Kinder profitieren laut Mitteilung besonders davon, dass Inhalte auch von externen Fachleuten – also Menschen mit beruflich oder ehrenamtlich fundiertem Fachwissen – auf lebensnahe Weise vermittelt werden. „Egal ob Försterin, Imker, Weidetierhalterin oder andere – das praktische Fachwissen bereichert die Kinder sehr“, ist sich die Schulleiterin sicher.
Der Mehrwert der Kooperation mit dem Naturpark Südschwarzwald liegt für die Schule im Kleinen Wiesental auf der Hand: „Der Naturpark unterstützt uns sehr in unseren Aktionen. Es werden regelmäßig Fortbildungen für Lehrkräfte angeboten und man hat die Möglichkeit, sich auf der Homepage die Module anderer Schulen anzuschauen, um sich neue Ideen zu holen. Bei Fragen und Wünschen wird uns immer ein offenes Ohr geschenkt.“
Bildung für nachhaltige Entwicklung
Das Konzept der Bildung für nachhaltige Entwicklung ist bei allen Maßnahmen und Planungen eine zentrale gemeinsame Aufgabe von Schulen und Naturpark. Es bietet vielfältige Möglichkeiten zur Weiterentwicklung – sei es durch die entsprechende Vertiefung bestehender Module und Unterrichtseinheiten oder durch die ganzheitliche Ausrichtung der Schule im Sinne der BNE. „Auf diese Weise werden Naturpark-Schulen zu Lernorten für Nachhaltigkeit, die Natur und Kultur der Region dauerhaft im Schulalltag verankern“, erläutert Mickler.
Kistner ergänzt dazu: „Wir als Schule müssen unseren Schülern zeigen, wie wertvoll und wichtig die Natur für uns ist. Wir sind ein Teil des Ganzen und müssen lernen, sorgsam und respektvoll mit Natur, Umwelt aber auch miteinander umzugehen.“
Mehr Informationen zu den Naturpark-Schulen gibt es online: www.naturpark-schulen.de.