Staatssekretär André Baumann (rechts) übergibt die EEA-Plakette an den Ersten Landesbeamten Reinhard Geiser. Foto: Stollberg

Der Landkreis Freudenstadt ist erneut für seinen Einsatz um den Klimaschutz ausgezeichnet worden.

Kreis Freudenstadt - Vertreter des Landratsamts nahmen jetzt in Reutlingen den "European Energy Award" (EEA) entgegen. Der EEA ist ein Zertifizierungssystem, mit dem die Klimaschutzaktivitäten von Landkreisen sowie Städte und Gemeinden bewertet werden. Der Kreis Freudenstadt ist seit 2012 dabei und wurde zum dritten Mal erfolgreich zertifiziert, teilt das Landratsamt mit.

Ein ganzes Team aus verschiedenen Ämtern des Landratsamts erarbeite regelmäßig anhand einer Projektliste Einzelschritte, um den Klimaschutz im Landkreis zu verbessern. So gehört zum Beispiel der Ausbau der Photovoltaikflächen auf landkreiseigenen Gebäuden dazu oder die Umstellung der Dienstfahrzeuge auf mehr Elektromobilität. Weitere Punkte seien Informationen der Bevölkerung über Möglichkeiten und Wege, CO einzusparen. So sei extra ein "Solaratlas" entwickelt worden, mit dem jeder Hausbesitzer im Landkreis überprüfen könne, ob sich eine Photovoltaikanlage auf seinem Dach lohne. Ziel sei es, Potenziale im Landkreis zu erkennen und mehr umweltfreundlichen Strom zu erzeugen. Aber auch Maßnahmen wie die Umstellung des Strombezugs auf Ökostrom im Landratsamt oder die Einsparung von Papier durch mehr digitale Angebote spielten bei der Bewertung eine Rolle.

Preis als Ansporn

Die Zertifizierung finde alle vier Jahre statt. Dabei würden alle klimarelevanten Aktivitäten des Landkreises auf den Prüfstand gestellt und bewertet. Auch bei der diesjährigen Zertifizierung konnte sich der Landkreis Freudenstadt nach eigenen Angaben weiter verbessern und stehe nun bei 68 Prozent.

27 Kommunen in Baden-Württemberg wurden bewertet. "Die Auszeichnung ist für uns Ansporn und Motivation zugleich, unsere Klimaschutzaktivitäten weiter zu verstärken und auszubauen", so Reinhard Geiser, Erster Landesbeamten. Begleitet wurde er zur Preisverleihung von dem für den Klimaschutz zuständigen Wirtschaftsbeauftragten Ralf Bohnet, der EEA-Beraterin der Energieagentur in Horb, Christine Lucha, und dem Energieteammitglied Gernot Meyer.