Noch können Pässe in VS nicht nach Hause geschickt werden. (Symbolfoto) Foto: © curtbauer - stock.adobe.com

Es dauert noch: Zwar wurde zum 1. November prinzipiell eingeführt, dass man sich Ausweisdokumente nach Hause schicken lassen kann. Umgesetzt wird das aber wohl erst ab Mai: Dann soll es auch für die Bürgerschaft von Villingen-Schwenningen diesen Service geben.

Seit dem 1. November vergangenen Jahres soll es einfacher werden, neue Ausweisdokumente zu bekommen. Personalausweis und Reisepass sollen nämlich auf Wunsch gegen Gebühr direkt per Post nach Hause verschickt werden können. In Villingen-Schwenningen und auch andernorts wird das bislang aber noch nicht angeboten.

 

Nach Angaben des Innenministeriums wurden zum 1. November die rechtlichen Voraussetzungen dafür geschaffen, dass gegen Aufpreis hoheitliche Dokumente, also zum Beispiel Personalausweis und Reisepass, künftig vom Hersteller direkt an die Meldeanschrift der Antragsteller versendet werden können. Der Gang zur Behörde oder zu einem Ausgabeautomaten soll damit entfallen.

Allerdings teilte das Ministerium gleichzeitig zur Einführung der Regelung auch mit: „Die technische und organisatorische Umstellung der neuen Verfahren wird etwas Zeit benötigen.“ Mit der flächendeckenden Umsetzung sei „im Frühjahr 2025“ zu rechnen.

Ab Mai ist es soweit

Eine Nachfrage bei der Stadtverwaltung ergab nun tatsächlich dementsprechend: Geplant sei, dass der Direktversand von der Bundesdruckerei GmbH an den Hauptwohnsitz der Antragsteller „ab Mai 2025 erfolgen soll“. Das teilt Stadtsprecherin Madlen Falke mit.

Wie lange es dauert, bis beschlossene Verordnungen in die Tat umgesetzt werden, kann man hier besonders gut sehen. Denn dass die Beantragung und Herausgabe von Personalausweisen, Reisepässen und elektronischen Aufenthaltstiteln vereinfacht werden sollen, hat die Bundesregierung bereits 2023 per neuer Verordnung beschlossen.

Wenn es dann voraussichtlich im Mai also soweit ist, wird für den Direktversand neben den Gebühren für die Ausstellung der Dokumente eine zusätzliche Gebühr von 15 Euro pro Dokument erhoben.

Den Pin gibt es direkt

Weitere Veränderungen sind ab Mai übrigens auch noch geplant. Ab diesem Zeitpunkt werden nämlich ausschließlich digital vorliegende biometrische Lichtbilder für Ausweisdokumente genutzt. Erstellt werden diese entweder in der Behörde oder bei Fotografen. Zudem soll der PIN-Brief für den Online-Ausweis Bürgern künftig direkt übergeben werden, wenn sie einen Personalausweis oder elektronischen Aufenthaltstitel vor Ort beantragen. Er wird dann nicht mehr per Post verschickt.