Von Villingen nach Spitzbergen: Auswanderer Christian Bruttel findet sein Glück in der Kälte Foto: Christian Bruttel

Als Christian Bruttel 2012 für sein Studium nach Spitzbergen aufbricht, ahnt er nicht, dass er auch zehn Jahre später noch nicht nach Villingen-Schwenningen zurückgekehrt sein wird. Statt eine Beamtenkarriere einzuschlagen, lebt er seinen Abenteuer-Traum in der Kälte, zwischen Gletschern und Fjorden, Rentieren und Eisbären.

Sterben darf man nicht in Longyearbyen. Das jedenfalls bekommt man zu lesen, wenn man im Internet mal eine Suche nach skurrilen Gesetzen startet. Also ein perfekter Ort für das ewige Leben? Christian Bruttel lacht. Das tut der 38-Jährige ohnehin gerne, aber dieses unendliche Gerücht, das die offizielle Spitzbergen-Homepage "Arktis-Unfug" und eine der "blödesten, ständig wiederkehrenden Quatsch-Behauptungen" nennt, hat er schon so oft gehört, dass es ihn kaum wundert, dass er mit diesem angeblichen Gesetz seiner Wahlheimat konfrontiert wird. "Das hat eine amerikanische Zeitung mal aufgegriffen", erzählt er und ist schon mittendrin in der eisigen Welt voller Wunder, die er seit zehn Jahren seine Heimat nennt: Spitzbergen.

 

Wie eine Müslischale

"In den 90er-Jahren gab es Ausgrabungen auf dem lokalen Friedhof, um zu schauen, ob es noch Überreste der Spanischen Grippe gibt bei den beerdigten Minenarbeitern, die zum größten Teil daran gestorben sind." 33 Menschen liegen dort begraben, es werden keine mehr dazukommen. Denn das ist es, was in Longyearbyen tatsächlich beschlossen wurde: keine Beerdigungen mehr. "Aber Sterbeverbot hat sich wahrscheinlich ein bisschen cooler angehört", sagt Christian Bruttel – und lacht, ehe er erklärt: Neben der Eigenschaft, dass der Boden bei einer Durchschnittstemperatur von -6,7 Grad Celsius Körper und Krankheitserreger konserviert, haben die Forscher festgestellt, dass die Beerdigten in den nächsten Jahren selbstständig wieder an die Oberfläche zurückgekehrt wären – und zwar "durch die Bewegung im Permafrostboden", wie Christian Bruttel erzählt. "Durch sein Auftauen – Einfrieren – Auftauen – Einfrieren bringt er alles, was groß ist, nach oben, und alles, was klein ist, sickert langsam runter." Er vergleicht das mit einer gefüllten Müslischale: "Wenn man die schüttelt, kommen die Nüsse nach oben."

Im "Ricola Canyon"

Dass Christian Bruttel stets griffige Bilder für eigentlich komplizierte Vorgänge parat hat, kommt natürlich nicht von ungefähr. Denn der gebürtige Villinger arbeitet als "Arctic Nature Guide" und schwärmt – nicht nur wenn er seine Gruppen durch das arktische Wunderland führt – von all den spannenden und außergewöhnlichen Dingen, die "sein" Spitzbergen so interessant machen, vom Leben in der Einsamkeit, in der Dunkelheit – aber vor allem in der Schönheit. Und der Faszination. Die kann man hören, wenn er von seinen Touren und Ausflügen erzählt. Abseits der Auftrags-"Arbeit", die allerdings auch wenig von "Muss" und Routine hat. So berichtet er von einem Ausflug mit einer Kollegin, bei dem sie einen unbekannten und namenlosen Canyon im Norden Spitzbergens entdecken – und auf ihrem Zodiac-Schlauchboot sofort erkunden. "Die Gegend war so beeindruckend schön und gleichzeitig karg. Vor uns lag bei strahlendem Sonnenschein die Weite der Eis- und Geröllwüste Nordaustlands. Wir fanden diesen Ort so bemerkenswert, dass die Idee aufkam, ihm einen Namen zu geben. Zu Ehren unserer Schweizer Expeditionsleiterin Therese haben wir uns dann entschlossen, ihn, frei nach dem Motto: ›Wer hat‘s erfunden?‹, ›Ricola Canyon‹ zu taufen. Und so heißt der Ort bis heute."

Das Abenteurer-Gen

Von Kindesbeinen an ist Christian Bruttel an Schnee gewöhnt, schließlich gibt es davon auch im Schwarzwald-Baar-Kreis eine Menge. Skifahren, Iglu bauen, darin übernachten – normal in einer Kindheit in einer Gegend, die viel Winter und Wintersport-Möglichkeiten bietet. Doch wie kommt es zu einer Auswanderung in die Arktis? Nach dem Abitur ist sich Christian Bruttel nicht sicher, "was aus mir werden soll". Er weiß nur: irgendwas mit Sport, irgendwas mit Menschen, vielleicht irgendwas mit Kindern. Was liegt also näher, als ein Lehramtsstudium zu beginnen? Doch in ihm schlummert noch etwas anderes: der Entdeckergeist, das Abenteurer-Gen. So radelt er erst einmal durch die USA, versucht, die Welt zu sehen und zu erleben. Das ändert sich auch während des Studiums nicht. Sein Pflicht-Praktikum absolviert er in Kenia, bereist den afrikanischen Kontinent und schreibt seine Magisterarbeit schließlich über "Erlebnispädagogik am Mount Kenya". "So bin ich auch immer mehr reingekommen in gruppendynamische und Guiding-Prozesse", sinniert er selbst. Dann hat er das zweite Staatsexamen in der Tasche. Und jetzt?

Beamter? Für immer?

Jetzt muss sich Christian Bruttel entscheiden. Er ist nun 29 Jahre alt und steht "an der Türschwelle zum Verbeamten auf Lebenszeit". Immer wieder kommt er auf diesen Gedanken zurück. Mit 29 soll das Leben quasi vorbei sein? Schuldienst bis ans Lebensende? Kommt da nicht noch was? Das ist doch viel zu früh! "Das hat mich in der Tat eher geschockt als gelockt", gibt er zu, auch wenn ihn seine Fächer Sport, Mathe und Technik fasziniert haben: Holz, Metall, viel Handarbeit, Schülerinnen und Schüler von komplett verschiedenen Seiten. Aber da ist ja dieses Gen in ihm, das ihn immer wieder zum Ausbrechen drängt. Während des Studiums hatte er sich beworben, im Rahmen des Partnerschaftsprogramms seiner Hochschule in Ludwigsburg ein halbes Jahr im nordnorwegischen Alta zu studieren: im Studiengang "Friluftsliv", übersetzt etwa "Leben in der freien Natur". "Das ist auch etwas ganz speziell Norwegisches", meint Christian Bruttel. Bekommen hat er den Platz nicht. Aber so erfuhr er vom Studiengang "Arctic Nature Guide" auf Spitzbergen. Und das hat Folgen.

Die Zusage! Los geht‘s!

Zwei Jahre später. Der Abschluss ist eben geschafft, da flattert etwas auf den Schreibtisch, was Christian Bruttels Leben komplett verändert. Die Zusage zum Studium in Longyearbyen! 400 Bewerber für zwölf Nicht-Norweger-Plätze, ein Komitee, das die Motivationsschreiben der Bewerber auf Herz und Nieren prüft – und Christian Bruttel ist dabei! Sein Herz schlägt bis zum Kragen, was nun? Alles zurücklassen, ein Jahr in die Arktis? Was sagt die Familie? Was sagt die Freundin? Was sagt das eigene Herz? Einfach ist die Entscheidung nicht, aber da ist dieses Gen. Und es behält die Oberhand. Das Abenteuer Arktis beginnt! In Christian Bruttels Kopf formen sich die Bilder von sonnenbeschienen Eis- und Schneeflächen. Von verzauberter Landschaft, spielenden Eisbärenkindern, funkelnden Kristallen, Touren im Schnee, verzauberter Landschaft. Dazu kommt: Der Zusage beigelegt ist eine Einkaufsliste. Für Christian Bruttel ist das wie ein – selbst zu bezahlender, 2.000 Euro teurer – Weihnachts-Wunschzettel: "Alles Dinge, die ich mir schon immer kaufen wollte", sagt er. Kletterausrüstung, Tourenski, Winterjacken, Schlafsack, Zelt – her damit, und los geht‘s!

Schmuddliger Beginn

Und dann das! Als Christian Bruttels Flieger Longyearbyen ansteuert, hängen tiefe Wolken über Spitzbergen, es ist neblig-tüb, es nieselt, auch der eiskalte Wind kann das Grau nicht wegpusten, das die arktische Insel in seinem Klammergriff hat. "Das war am 12. August 2012", weiß Christian Bruttel noch wie heute. Denn dieses Datum sorgt zusätzlich für triste Atmosphäre. Longyearbyen ist wie ausgestorben, es sind Sommerferien, alle sind im wahrsten Sinn des Wortes ausgeflogen, Szenen wie in alten Western: Irgendwo quietscht eine Schaukel im Wind und sorgt für eine geisterhafte Atmosphäre. Zwei Wochen lang fragt sich Christian Bruttel: "Wo bin ich hier gelandet?" Dann endlich schafft die Sonne die Wolken aus dem Weg und erinnert ihn an die Bilder, die er vor der Abreise in seinem Kopf hatte. "Es war um mich geschehen", sagt er über das "überwältigende Freiheits- und Glücksgefühl", das ihn umhüllt. Und nicht mehr loslässt.

Von der Arktis in die Antarktis

Doch Spitzbergen bleibt nicht der einzige exotische Ort, an dem Christian Bruttel seiner Arbeit als Guide nachgeht. Sein abgeschlossenes Studium dort und seine Deutschsprachigkeit öffnen ihm Türen – vor allem im "Expeditionskreuzfahrtmarkt". Schwieriges Wort, was verbirgt sich dahinter? "Das sind Schiffe, die sind klein. 100 Passagiere, 50 Passagiere, manchmal auch nur zwölf Passagiere mit vielen Guides an Bord – mit einem tollen Gast-Guide-Verhältnis von 1:10 oder 1:15, und mit diesen Schiffen hat man die Möglichkeit, sehr weit in diese Einsamkeit vorzudringen. Diese Touren sind auch bei Deutschen sehr beliebt, und deshalb waren sie für mich die Eintrittskarte in die Welt." Schnell geht es über Spitzbergen hinaus, nach Grönland, nach Franz-Josefs-Land – jedes Jahr werden die Kreise größer. Und diese Schiffe, die im Sommer in der Arktis cruisen, gehen im Winter in die Antarktis. Und so kommt Christian Bruttel über die Connection zum Veranstalter der Touren an den südlichen Zipfel der Welt, von Ushuaia im Süden Argentiniens über die Drake-Passage in die Antarktis. Seit 2015 regelmäßig jedes Jahr. Wanderungen neben den Pinguin-Kolonien, Wal-Beobachtung, riesige Eisberge, unvorstellbar große Gletscher – vieles vergleichbar, vieles neu im Vergleich zur Welt auf Spitzbergen.

Verrückt? Nein!

Das alles verstärkt in Christian Bruttel das Gefühl, dass er es schaffen kann – und schafft – ein ganz anderes Leben zu leben, als er es sich zu Beginn seines Lehramtsstudiums vorgestellt hat. "Das hat für mich noch einmal so eine Switch gegeben zwischen: ›Das ist eine verrückte Idee, eine verrückte Idee, mal in der Arktis zu sein und zu leben‹ zu: ›Da kann ich auch meinen Lebensunterhalt mit verdienen.‹" Fast zehn Jahre später ist für ihn "dieses Gefühl noch lange nicht vorbei". Und er trägt eine kleine Träne im Knopfloch, dass Corona verhindert hat, dass er 2020 zum ersten Mal durch die Nordwest-Passage gesegelt wäre, "über Grönland durch Kanada und Alaska, bis zu den Alëuten hoch, und für 2021 war die Nordost-Passage geplant, die mich fast noch mehr gereizt hätte, russische Arktis, Wrangel-Islands." Christian Bruttel brennt nach wie vor für seine Abenteuer in der Arktis, auch wenn er im Moment ein wenig gebremst wird.

Mehr "Verbote"

Übrigens: Nicht nur das Sterben ist in Longyearbyen "verboten". "Geboren werden darf man auch nicht", sagt Christian Bruttel lachend. Weil das örtliche Krankenhaus Notfällen vorbehalten ist, "müssen alle schwangeren Frauen vier Wochen vor dem Geburtstermin die Insel verlassen und in Tromsø ihr Kind zur Welt bringen." Die Insel-Notfallstation ist nämlich auf Komplikationen nicht vorbereitet. Man darf also nicht sterben auf Spitzbergen und nicht geboren werden. Aber leben darf man dort. Und das hat Christian Bruttel noch eine Weile vor.

Die ideale Reisezeit:

"Es gibt drei faszinierende Saisons auf Spitzbergen. Da ist einmal die Dunkelzeit von Mitte November bis Mitte Januar. Das wird immer mehr, dass sich die Leute sagen: ›Ich will mal weg von diesem Trubel! Ich will mal Ruhe genießen! Und die Chance haben, Nordlichter zu sehen!‹ Wenn Schnee liegt, ist es richtig schön. Wenn nicht, kann das allerdings auch ein bisschen deprimierend sein. Die Hauptsaison ist natürlich Februar, März, April, da kommt das Licht zurück. Im Mai verschwindet der Schnee, und der Sommer ist dann wie eine andere Welt. Auch faszinierend, man kann dann Kajak fahren – und es gibt eine unglaubliche Tierdichte. Millionen Vögel kommen nach Spitzbergen, um ihre Jungen aufzuziehen. Robben, Bären, Wale, Rentiere – und die Überbleibsel der Polarforscher und der Minengeschichte. Toll." Christian Bruttel freut sich über alle Interessenten, die Spitzbergen erleben wollen. Informationen bietet spitzbergen-reisen.no/de/home

Christian Bruttel über:

… den sozialen Zusammenhalt:

"Als ich mich 2012/2013 dort festgelebt habe und auch die Dunkelzeit in Longyearbyen verbracht habe, hatte ich den Eindruck, ich kenne alle im Ort, zumindest vom Sehen. Es ist eine sehr unterstützende Gesellschaft, weil jeder weiß, dass er vielleicht morgen schon Hilfe brauchen könnte."

… über die Dunkelheit: 

"Das bräuchte ich auch nicht jedes Jahr, aber ich habe die Dunkelzeit zweimal komplett mitgemacht, und gerade wenn man so einen geschäftigen Sommer mitgemacht hat, mit vier bis sechs Stunden Schlaf, viel Licht und viel Aktivität, immer unterwegs – da tut dann der Winter als Ausgleich richtig gut. Das ist eine Zeit, in der wir dann viel zusammen kochen und spielen und lesen. Oder Herr der Ringe 1, 2, 3 am Stück ansehen (lacht). Und am Ende kommt vielleicht auch so ein Buch raus (lacht)."

... über Kreuzfahrten:  

"Wenn eine Aida oder eine Costa mit 2.500 Passagieren auf Longyearbyen einfällt und mal geschwind die Einwohnerzahl verdoppelt, das ist schwierig. Die Straßen werden zu Fußgängerzonen, aber selbst die Restaurants haben nichts davon, weil selbstverständlich auf dem Schiff alles gegessen und getrunken wird. Da gibt es eine große Gegenbewegung gegen die großen Schiffe. Auch für die Touristen ist das doch eigentlich wenig erstrebenswert."

… über Corona: 

"Spitzbergen war zu. Und wir wussten, wir sind im Frühjahr allein – in einer Zeit, die eigentlich die Hochsaison ist, so März/April, stabile Winter- und Schneebedingungen, aber trotzdem schon Licht. Wir haben die Zeit genutzt und – ohne Gäste – letztes Jahr eine sechswöchige Ski-Expedition gemacht, einmal quer durch Spitzbergen, und da haben wir die Gegend erkundet, das war schon intensiv."

… über Aktivitäten: 

"Das Durchschnittsalter ist so um die 30, da kommt eine junge, dynamische Gesellschaft zusammen, die sehr viel Lust hat, sich sportlich zu betätigen: Volleyball, Klettern, Ftitness-Studio, Schwimmbad, Turnhalle – bei einer Einwohnerzahl von 2.000! Das würde es in Deutschland nicht geben. Und es gibt das Spitzbergenturnier – ein Tag, an dem man alle nur denkbaren Sportarten gegen die Russen aus Barentsburg spielt: Fußball, Volleyball, Basketball, Schach, Tischtennis, Badminton, da wird den ganzen Tag Sport gemacht, und am Abend gibt es ein großes Fest."

… die Fluktuation: 

"Man kann sagen, 20 Prozent der Bevölkerung tauscht sich jedes Jahr aus. Zum allergrößten Teil sind das die Studenten, aber auch die Leute, die ein paar Jahre zum Arbeiten kommen. Im Schnitt sind‘s vier Jahre. 2014/2015 habe ich viele Aufträge bekommen, die mich weggeführt haben von Spitzbergen, dann kam ich zurück und war froh, dass noch eine Handvoll Leute da waren von ›damals‹ – und die sind auch heute noch da. Auch von unserem Studiengang sind noch neun Leute da, das ist ein ganz guter Schnitt."

… über die Infrastruktur: 

"Das Straßennetz von Longyearbyen beträgt irgendwas um die 42 Kilometer, und das ist vom Flughafen bis zur Miene und noch in den Ort rein, und dann noch ein paar Sträßchen außenrum, aber die nächste Siedlung ist 50 Kilometer weg, und da führt keine Straße hin. Wenn man raus will in die Weite, in die Natur, ist man im Sommer angewiesen auf ein Schiff und im Winter – wenn man sehr viel Zeit hat – auf Ski und Pulka, da kann man auch zu Fuß sehr weit vorankommen."

… über Waffen: 

"Die muss man dabeihaben. Dazu bin ich vom norwegischen Staat verpflichtet, weil man sich hier im Eisbärenland bewegt. Das ist natürlich auch gewichtstechnisch nicht ganz leicht, allein schon, weil man bei Wanderungen Essen dabei haben muss für zehn Tage, ein 30 bis 40 Kilo schwerer Rucksack, je nachdem, wie clever man packt. Wenn ich dann von Wanderungen zurückkomme und noch mal schnell ein paar Besorgungen machen möchte, muss ich mein Gewehr jedesmal im Eingangsbereich des Supermarkts wegschließen, denn das Tragen von Waffen ist in Geschäften nicht gestattet. Übrigens ist die Kirche von Longyearbyen wohl die einzige Kirche der Welt mit einem Waffenschrank im Flur ..."

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