Nach dem Aus im Pokal wollen die Holzhausener zum Auftakt gegen die TSG Tübingen punkten. Foto: Müller

Analog zur letzten, abgebrochenen Saison startet der FC Holzhausen am Samstag bei der TSG Tübingen in die neue Verbandsliga-Spielzeit. Dabei soll ein möglichst guter Start gelingen.

TSG Tübingen – FC Holzhausen (Samstag, 15.30 Uhr). Damals ging das Match am Tübinger Freibad etwas unglücklich mit 3:2 verloren, wobei man zuvor einen 0:2 Rückstand egalisiert hatte. Wenigstens braucht man sich vor Tübingens damaligem Torschützen Lars Lack nicht mehr zu fürchten, er wechselte als Spielertrainer in die Kreisliga A. Dafür kam vom FC Rottenburg ein talentierter Mittelfeldakteur zum Mitgliederstärksten Tübinger Sportverein. "Obwohl es lange her ist, wissen wir jetzt, was auf uns zukommt, kennen die Gepflogenheiten, trotzdem wird es natürlich ein komplett anderes Match", so Emanuele Ingrao, der sich wie sein Trainerkollege Pascal Reinhardt und das ganze Umfeld auf den Punktspielstart nach so langer Zeit freut.

Leider fällt mit Sicherheit die etablierte Flügelzange aus. Fabio Pfeifhofer ist nach seiner roten Karte im Pokal gegen Bösingen gesperrt, wie lange die Sperre ausfällt, ist noch nicht bekannt. "Wir haben unsere Stellungnahme abgegeben, aber noch keine Nachricht bekommen", so Ingrao. Kevin Müller, der in der Vorbereitung einen glänzenden Eindruck hinterließ, ist im Urlaub, wie auch Felix Plocher. Auch fehlen wird der Verletzte Enrico Huss, bei dem ein MRT zum Glück keinen Kreuzbandriss bestätigte, vermutet wird eine Meniskusverletzung. Domenico Mosca trainiert zwar individuell nach Plan vom Physio, so hofft man eine Hüft-OP zu umgehen, aber an Fußball ist natürlich nicht zu denken. Simon Bok ist noch in Hamburg, wo er beim HSV ein Praktikum absolviert.

"Wir haben zwar einen großen Kader, aber er schrumpft gerade zusehends", meint Pascal Reinhardt. Da trifft es sich gut, dass Pascal Schoch die Nachwirkungen seiner zweiten Corona-Impfung weggesteckt hat und fit ist. Das Trainerteam Reinhardt/Ingrao hat aber immer noch genug Spieler in der Hinterhand, die sich nun beweisen können. Am Dienstag trainierte man vor allem die Spielverlagerung, ein schnelles Umschalten nach Ballverlust sowie das Linienspiel im Fachjargon "Packing" genannt.

Im Abschluss muss mehr Effizienz her

Die Aufgabe der beiden Trainer ist es nun, die richtige Formation mit entsprechender Taktik herauszufinden, um möglichst nicht mit leeren Händen aus der Universitätsstadt zurückzukehren, denn ein guter Start wäre genau die richtige Antwort auf die unglückliche Pokalniederlage in Bösingen. Vor allem müssen die Holzhausener auch im Abschluss effizienter werden, denn Chancen hatte man auch beim VfB Bösingen genug.