„Ton-Art“, weitere Chöre und Instrumentalisten beeindruckten bei ihren Auftritten in zwei Kirchen in Klosterreichenbach und Baiersbronn.
Mit zwei voll besetzten Kirchen in Klosterreichenbach und Baiersbronn setzte der Chor Ton-Art am ersten Adventswochenende ein starkes musikalisches Zeichen. Die Konzerte waren nicht nur ausverkauft – sie wurden zu Erlebnissen, die weit über Musik hinausreichten, heißt es im Bericht der Veranstalter.
Im Mittelpunkt stand der Anspruch, Weihnachten neu zu denken: weniger als Tradition, mehr als bewusste Auseinandersetzung mit Hoffnung, Sehnsucht und Zweifel. „Ton-Art“ trat gemeinsam mit dem Männerensemble Klosterreichenbach, dem Mittel- und Oberstufenchor des Richard-von-Weizsäcker-Gymnasiums und einem ausgewählten Instrumentalteam auf.
Unter der Leitung von Michael Hegenauer entstanden Klangräume von bemerkenswerter Intensität. David Hegenauer setzte mit seiner Violine emotionale Akzente, Kevin Dilper am Piano verlieh vielen Stücken Tiefe und Ruhe.
Dramaturgisch aufgebaut
Das Programm war dramaturgisch aufgebaut. „O Heiland, reiß die Himmel auf“ eröffnete den Abend als musikalischer Ruf nach Veränderung. „O Come, O Come Emanuel“ verstärkte die Sehnsucht nach Nähe, „The Angel Gabriel“ wirkte wie ein Moment stiller Erwartung. Beim pulsierenden „Carol of the Bells“ wurde die Adventszeit als Spannung zwischen Erwartung und Erfüllung spürbar.
Im zweiten Teil rückte die Gegenwart ins Zentrum. „Maria durch ein Dornwald ging“ stand für die Dornenwege heutiger Menschen. „Go, Tell it on the Mountain“ erinnerte daran, dass gute Nachrichten erst durch Weitergabe Kraft entfalten. Mit „Human“ machte „Ton-Art“ deutlich, dass Menschlichkeit nicht Perfektion bedeutet. „O Holy Night“ und „Be the Change“ führten zum Kern des Abends: Hoffnung ist kein Gefühl – sie ist Entscheidung.
Schulchor setzt Akzente
Der Schulchor des Gymnasiums setzte mit „Sometimes I Feel Like a Motherless Child“, „Oh Happy Day“ und „Child of God“ prägnante Akzente.
Krönender Abschluss war „That’s Christmas to Me“, vorgetragen von allen Ensembles. Eine Bildershow von Axel Klisch vertiefte die Eindrücke visuell. Am Ende blieb ein Gedanke: Weihnachten beginnt dort, wo Menschen einander zum Licht werden. Die Chöre haben diesen Gedanken hörbar gemacht.