Auf die Spuren der Geschichte begaben sich die spanischen Schüler und ihre Austauschpartner vom Gymnasium am Romäusring auch bei einem Ausflug nach Meersburg. Foto: Dominika Swoboda

Begegnungen prägten den ersten Austausch zwischen einer Schule aus Granada und dem Villinger Gymnasium am Romäusring. Gemeinsam tauchten sie in die Geschichte ein.

Erstmals waren Jugendliche der spanischen Schule IES Ángel Ganivet aus Granada zu Gast am Gymnasium am Romäusring (GaR) in Villingen. Der Austausch für die achten Klassen des Spanisch-Profils des GaR fand im Rahmen eines Erasmus-Projekts statt und stand unter dem Leitgedanken, kulturelles Erbe als verbindendes Element Europas erfahrbar zu machen, heißt es in einer Mitteilung.

 

Unter dem Projekttitel „Historic Storytelling – Time Traveler“ setzten sich die Jugendlichen mit der mittelalterlichen Geschichte Villingens auseinander. Bei Stadtführungen durch die historische Altstadt sowie einem Besuch im Franziskanermuseum beschäftigten sie sich mit Architektur, Zunftwesen und Alltagsleben vergangener Jahrhunderte.

Ziel war es, historische Entwicklungen nicht nur theoretisch zu erfassen, sondern Bezüge zur Gegenwart herzustellen und Gemeinsamkeiten europäischer Städte zu entdecken. Ein besonderer Programmpunkt war die Auseinandersetzung mit der schwäbisch-alemannischen Fasnet als immateriellem Kulturerbe.

Im Narrenschopf Bad Dürrheim erhielten die Gäste Einblicke in die Vielfalt der Narrenfiguren und Traditionen. Am Schmotzigen erlebten sie zudem die Schlüsselübergabe, den Kinderumzug und das närrische Treiben in der Villinger Innenstadt.

Gemeinsame Ausflüge ergänzten das Programm

Mehrsprachigkeit spielte eine wichtige Rolle: Die Schüler nutzten Deutsch, Spanisch und Englisch in einer lebendigen europäischen Mischung. Gemeinsame Ausflüge an den Bodensee mit Besuchen in Meersburg und Konstanz ergänzten das Programm.

Im Oktober 2026 ist der Gegenbesuch in Granada geplant. Zudem soll die Partnerschaft zur Fasnet 2027 fortgesetzt werden. Das Austauschprojekt zeigt, wie europäische Begegnungen dazu beitragen können, kulturelle Gemeinsamkeiten sichtbar zu machen und gegenseitiges Verständnis zu stärken.