Naomi Osaka hat bei den French Open in Paris zurückgezogen. Foto: dpa/Aurelien Morissard

Der Ausstieg von Naomi Osaka bei den French Open in Paris schlägt weiter hohe Wellen. Sportstars weltweit melden sich zu Wort – und zollen der Japanerin nun Respekt für ihren Schritt.

Paris - Stars aus der Sportszene haben mit Sorge und großem Respekt auf Naomi Osakas Ausstieg bei den French Open der Tennisprofis reagiert. „Ich hoffe wirklich, dass es ihr gut geht“, schrieb die 18-malige Grand-Slam-Siegerin Martina Navratilova bei Twitter: „Als Sportler wird uns beigebracht, auf unseren Körper zu achten, und vielleicht kommt der mentale und emotionale Aspekt zu kurz.“

Osaka hatte sich am Montag nach einem Streit um ihren Medien-Boykott aus den French Open zurückgezogen. In einem öffentlichen Statement teilte die 23-jährige Japanerin mit, seit den US Open 2018 immer wieder unter Depressionen zu leiden.

„Bleib stark. Ich bewundere deine Verwundbarkeit“, twitterte US-Tennisprofi Coco Gauff. „Ich respektiere ihre Entscheidung. Ich respektiere, was sie tut. Wirklich kommentieren kann ich es nicht. Jeder hat mit seinen Sachen zu tun“, sagte die Amerikanerin Sofia Kenin.

Serena Williams zeigt ebenfalls Respekt

Auch Basketball-Superstar Stephen Curry meldete sich zu Wort. „Du hättest nie in die Lage kommen dürfen, eine solche Entscheidung treffen zu müssen - aber es ist verdammt beeindruckend, dass du den schwierigen Weg nimmst, wenn die Mächtigen die Ihren nicht schützen. Großer Respekt“, schrieb der NBA-Profi von den Golden State Warriors.

Tennis-Superstar Serena Williams hat ebenfalls ihr Mitgefühl mit Naomi Osaka ausgedrückt. „Ich wünschte, ich könnte sie einfach umarmen, weil ich weiß, wie es sich anfühlt“, sagte die 39 Jahre alte Amerikanerin am späten Montagabend in Paris. Sie habe in der Vergangenheit auch solche Phasen erlebt, gestand Williams.

Wichtig sei, dass man jemanden habe, mit dem man reden könne. Williams zeigte Respekt für das Vorgehen von Osaka. „Man sollte sie mit den Dingen so umgehen lassen, wie sie es möchte und wie es für sie am besten ist“, sagte die frühere Nummer eins der Welt.

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