Unterwasserfotograf Klaus Kramer stellt im Unterkirnacher Rathaus seine faszinierenden Unterwasserfotografien, für die er schon mit Preisen ausgezeichnet wurde, aus.
Bei der Vernissage hatte er buchstäblich ein Heimspiel, denn viele Jahre war er als Tauchlehrer im Aqualino in Unterkirnach tätig, so dass auch viele Tauchsportler zur Vernissage kamen.
Nachdem das Aqualino geschlossen wurde, übt er als Tauchlehrer und Trainer im Hallenbad in Villingen seinen Sport weiter aus.
Jessica Zeolla, rechte Hand von Bürgermeister Andreas Braun, und Kämmerer Bastian Pfliegensdörfer begrüßten die sehr interessierten Besucher. Mehr als 1600 Tauchgänge habe Kramer seit 1999 schon unternommen und dabei Eindrücke gewonnen und fotografiert, die vielen Schwimmern verborgen bleiben, eröffnete Pfliegensdörfer die Ausstellung mit den Worten: „Lassen Sie sich von dieser Unterwasserwelt verzaubern.
Tauchausrüstung inklusive Sauerstoffflasche dabei
Kramer, der jedes von den rund 30 ausgestellten Bildern den Besuchern erläuterte, hatte seine Tauchausrüstung inklusive Sauerstoffflasche mitgebracht und führte aus, dass seine Kamera eine „ganz normale Unterwasserkamera“, allerdings ausgesprochen lichtstark, sei. Unterwasser herrschen ganz andere Lichtverhältnisse, je tiefer er tauche, desto dunkler sei es. Auch würden im Wasser viele Schwebeteilchen vorkommen, die er nicht unbedingt auf dem Foto haben wolle.
Dazu müsse er sich sehr langsam bewegen, denn wenn der Fisch ihn bemerke, sei er weg: „Jeder Fisch ist schneller als jeder Mensch“ habe er zu seinem Leidwesen immer wieder festgestellt, so Kramer.
Muräne zeigt ihre messerscharfen Zähne
Bei einigen winzigen Unterwassertieren benutzt er Makro, so dass sie auf dem Foto sehr viel größer erscheinen als in Natur, führte er aus. Aber manche Kameraden haben es nicht so eilig, zu enteilen, dazu sind sie auch noch gefährlich: Eine Muräne zeigt ihre messerscharfen Zähne, da ist Vorsicht angesagt. Der Halfterfisch spitzt seinen Kussmund, und die große Schildkröte hat es schon mal gar nicht eilig.
Der Kofferfisch, der Schaukelfisch, die Tanzgarnele und die Putzgarnele sind nicht die einzigen Lebewesen mit witzigen Namen, sieht man sie dann ganz nah versteht man schon eher die Namen, die ihnen Menschen gegeben haben.
Bei seiner Runde auf drei Etagen geht es nur langsam voran, denn die Besucher haben viele Fragen, die ihnen Kramer gerne beantwortet.
In Ägypten mit dem Tauchsport begonnen
1999 begann Kramer in Ägypten mit dem Tauchsport und fing Unterwasser Feuer, was in diesem Fall möglich war. „Ich merkte schnell, das ist meine Welt“, betont er im Gespräch mit unserer Redaktion.
Im Tauchsportclub Unterkirnach absolvierte er den Trainerschein, den Jugendleiterschein und den Tauchlehrerschein. Neben der praktischen Prüfung absolvierte er noch die theoretische Prüfung, bei der die internationalen Zeichen unter Wasser gefragt sind, auch Fragen zur Flora und Fauna musste er beantworten.
Ab da gewann Klaus Kramer viele Wettbewerbe und Auszeichnungen und lernte sehr schnell: „Je bunter die Lebewesen unter Wasser sind, desto giftiger sind sie auch“, meint er trocken.