Die Besucher zeigten großes Interesse an den ausgestellten Werken im Tennenbronner Heimathaus. Foto: Heimathaus

Die Gemäldeausstellung im Tennenbronner Heimathaus lockte am Eröffnungstag über 80 Besucher an.

Initiator Bernhard Fleig vom Tennenbronner Heimathaus durfte sich freuen. Seine Idee, Künstlern der Gemeinde ein Podium für ihre Gemälde zu bieten, stieß auf großes Interesse und lockte laut Mitteilung zahlreiche Gäste zur Ausstellung.

 

Die beiden Hobby-Malerinnen Christel Götz und Gertrud Kirsch zeigten eine breite Palette ihrer Werke und erläuterten den Interessierten gerne ihre Motive und Techniken.

Christel Götz war gar die erste weibliche Auszubildende in der Schramberger Majolikafabrik (SMF). Ihren Beruf als Keramikmalerin hat sie später zu ihrem Hobby gemacht und viele Höfe, Häuser und Landschaften aus Tennenbronn und Umgebung realistisch dargestellt.

Bauernhof auf dem Ramstein, gemalt von Christel Götz. Foto: Heimathaus

Etliche ihrer gemalten Motive haben einen historischen Wert und sind heute so nicht mehr existent. Die Maltechniken von Christel Götz sind breit gefächert und reichen von Öl über Acryl, Kreide, Bleistift und Aquarell. In der Ausstellung zeigte sie Beispiele aller Varianten und darüber hinaus einige Originale aus dem Berufsleben bei der SMF und Fotos einer Wandgestaltung zusammen Kindern in einem Schulprojekt.

Organisator Bernhard Fleig mit den beiden Tennenbronner Künstlerinnen Christel Götz (links) und Gertrud Kirsch. Foto: Heimathaus

Die Encaustic-Malerei von Gertrud Kirsch war für viele Besucher Neuland. Die Künstlerin zeigte deshalb live, wie aus buntem Wachs und Bügeleisen farbintensive Motive mit fühlbarer 3D-Oberfläche entstehen. Dicht gedrängt verfolgten neugierige Blicke, wie Fantasiebilder auf Gruß- und Glückwunschkarten entstehen, die sich nicht an der Realität, aber immer mit einem Bezug zur Natur entstehen.

Gertrud Kirsch zeigt, wie mit Wachsstiften und Bügeleisen farbenfrohe Karten „gemalt“ werden. Foto: Heimathaus

„Was genau bei meinen Encaustic-Bildern herauskommt, weiß ich am Anfang selbst nicht“, erklärte Gertrud Kirsch. Aber immer war es etwas, was durch kräftige Farben und die Komposition von Elementen eine starke Wirkung erzielte und sogar spontane Käufer fand.

Die Ausstellung im Heimathaus mit Gemälden von Christel Götz und Gertrud Kirsch ist am Sonntag, den 1. Dezember noch einmal geöffnet.