Der Verein Kunst & Kultur Steinen widmet sich in einer Ausstellung dem Leben und Werk des Künstlers und Pädagogen Gottfried Legler, der vor 105 Jahren geboren wurde.
Der Künstler Gottfried Legler bleibt in Steinen unvergessen, heißt es in der Ankündigung von Kunst & Kultur Steinen. In diesem Jahr jährt sich sein Geburtstag zum 105. Mal. Ihm zu Ehren wird nun auf Initiative eines Familienmitglieds im Gemeinderaum der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde in der Christuskirche, Neumattstraße 29 in Steinen, unter dem Motto „Werke suchen eine neue Heimat“ eine Bilderauswahl des Malers und ehemaligen Pädagogen gezeigt. Ziel der Ausstellerin ist es, ausgestellten Werken zu einer möglichen Abschiedsreise zu neuen Eigentümern zu verhelfen.
Als Lehrer für Kunst in Lörrach tätig
Gottfried Legler wurde im Jahr 1921 im Sudetenland geboren. Bereits 1951 verließ er die DDR und zog nach Steinen. Von 1957 bis 1983 war er als Lehrer und Kunstpädagoge am Schulzentrum tätig. In dieser Zeit fiel auch die Bauzeit der Christuskirche Steinen, wo die aktuelle Ausstellung gezeigt wird. Er gestaltete für die Grundsteinlegung die Urkunde. Ab 1973 war er für zehn Jahre Ausbildungslehrer für Kunst und Seminarleiter für das Fach Kunst an der damaligen Pädagogischen Hochschule Lörrach.
Das ehemalige Mitglied des Künstlerkreises Lörrach malte sehr intensiv bis zu seinem 80. Lebensjahr. Nach einer Kunstpause durch seine vielen Reisen in die ganze Welt mit seiner Ehefrau Ilse malte er erneut ab 2010. Er verstarb 2017 in Steinen.
Christel Mohr und Hans-Günter Wenk vom Kunst- und Kulturverein in Steinen freuen sich, wieder einmal das Forum für eine Kunstausstellung zu bieten. Bereits vor 15 Jahren habe der Kulturverein eine Ausstellung zu Lebzeiten des Steinener Malers im Vogtshaus organisiert, anschließend war der Steinener Kulturverein beteiligt an der großen Bilderausstellung im Lörracher Dreiländermuseum. Das Ausstellungsprojekt wurde damals unterstützt durch den Isteiner Schlossgutfonds und die Sparkasse-Lörrach-Rheinfelden.
Hansjörg Noe hält die Laudatio zur Vernissage
Der Lokalhistoriker Hansjörg Noe führte für die beiden Ausstellungen im Jahr 2010 intensive Gespräche mit dem Maler selbst. Er erklärte sich auf Anfrage sofort bereit, die Laudatio an der Vernissage am 14. Juni um 11.30 Uhr zu übernehmen. Die Steinerner Musikerin Dorothea Kant sorgt für die musikalische Umrahmung. Nach einem kleinen Apéro in Anschluss der Vernissage bleibt die Ausstellung bis etwa 13 Uhr geöffnet. Erworbene Bilder können nach Rücksprache mit der Ausstellerin sofort ihre Reise in eine neue Heimat antreten.
Die Ausstellung ist in der Zeit vom 14. Juni bis 19. Juli jeweils sonntags nach dem Gottesdienst von etwa 11 Uhr bis 13 Uhr geöffnet. Individuelle Besuchstermine sind nach Absprache möglich. Kontakt Christel Mohr, info@kunstundkultur-steinen.de. Die Vernissage findet am Sonntag, 14. Juni, 11.30 Uhr, mit Laudator Hansjörg Noe in der Galerie unter der Christuskirche, Neumattstraße 29, in Steinen statt. Heidrun Goedrich, Zeitzeugin und Autorin, liest am Sonntag, 12. Juli, um 11.30 Uhr aus ihrem dokumentarischen Buch „Ein Blechteller für Flüchtlinge“. Eine Kollekte findet am Ende der Lesung statt.