Im Schönwälder SKT Eschle zeigt eine Ausstellung Zentangle-Arbeiten aus einem Kurs der Nachbarschaftshilfe. Die Teilnehmer gestalten in meditativer Technik kleine Arbeiten.
Vor etwa einem Jahr fand eine intensive Schulung der Helferinnen und Helfer statt, die als „Helfende Hände“ in der Nachbarschaftshilfe tätig werden wollten, erklärte Monika Maaß, Vorsitzende des Sozialen und kulturellen Treffpunkts (SKT) anlässlich einer besonderen Vernissage.
Damals sei die Frage aufgetaucht, wie sich die Teilnehmer nach solch intensiven Tagen der Schulung entspannen – und Petra Reiker erklärte, sie tue das mit „Zentangle“ – worauf sie erklären musste, was das denn sei. Nun, sie habe Zentangle als Zeitvertreib auf einer Kreuzfahrt kennen gelernt, zeigte Reiker dann auf.
Es sei eine meditative (daher Zen) Zeichenmethode, bei der durch strukturierte, wiederkehrende Muster (genannt „Tangles“) auf kleinen Papierkacheln (etwa neun mal neun Zentimeter große „Tiles“) abstrakte Kunstwerke entstehen.
Diese Technik, die von Rick Roberts und Maria Thomas entwickelt wurde, fördere Entspannung, Konzentration und Kreativität, ohne dass zeichnerische Vorkenntnisse nötig seien.
Prozess statt Perfektion
Sie sei so gefangen gewesen, dass sie eine Weiterbildung zur Zentangle-Lehrerin gemacht habe, erzählte die Künstlerin. Beim Zentangle gehe es nicht um Perfektion, sondern um den Prozess des Zeichnens selbst.
„Man kann eigentlich keine Fehler machen“, behauptete sie. Wenn man die Kacheln anschaut, kann man das allerdings nur schwer glauben.
Vor einem Jahr begann dann mit „Zentangle“ ein Workshop im SKT-Eschle, der sich zu einer festen kreativen Instanz entwickelt habe, erklärte Monika Maaß den Werdegang. Rund zehn begeisterte Personen fanden sich zusammen, um die meditative Zeichenkunst zu erlernen. Aus dem Kurs wurde schnell eine feste Gemeinschaft. Seither trifft sich die Gruppe an jedem ersten Montag im Monat, um in konzentrierter und entspannter Atmosphäre Muster für Muster zu Papier zu bringen. Nun sei es an der Zeit, die kleinen (und größeren) Kunstwerke öffentlich zu zeigen – vorerst nur die Werke der Lehrerin. Die Ausstellung kann zu den üblichen Öffnungszeiten des „Eschle“betrachtet werden, sie läuft bis zum 31. August.