Beim Jägertreffen im Autohaus Daub drehte sich alles um moderne Technik fürs Revier: Offroad-Fahrzeuge, GPS für Jagdhunde und neueste Ausrüstung.
„Ein Jäger aus Kurpfalz, der reitet durch den grünen Wald und schießt sein Wild daher, gleich wie es ihm gefällt. Ju ja, ju ja! Gar lustig ist die Jägerei allhier auf grüner Heid“ heißt es zumindest in einem alten Volkslied. Ob‘s noch so lustig bei der Jägerei daher geht, wie im Lied besungen, das können nur die Waidmänner und -frauen selbst beurteilen, sicher ist jedoch, dass man heute wesentlich modernere Mittel, vor allem zur Fortbewegung, einsetzt, um dem Waidwerk nachzugehen.
Die Jäger sind jetzt auf allradgetriebenen Quads oder PS-starken Offroad-Fahrzeugen unterwegs, ziehen bei ihrem Gang in den Wald Hightech-Kleidung an und nutzen lasergestützte Zielvorrichtungen auf ihren Präzisionsgewehren. Auch ihre Hunde laufen nicht mehr „bei Fuß“ sondern sind mit ihren Begleitpersonen per GPS verbunden und arbeiten selbstständig bei Drückjagden, im Maisfeld oder im engen Fuchsbau. Auch sind die Zeiten vorbei, in denen ein Jäger sein „Wild daher schießen darf, wie es ihm gefällt“. Genaue Streckenpläne geben vor, welche Art von Wild in welcher Menge zu erlegen ist.
Das Waidwerk ist durchreguliert und trotzdem machen immer mehr Leute ihren Jagdschein und bewerben sich um ein Revier.
Die neueste Technik
Bevor es in den Wald geht, müssen sich sowohl Anfänger als auch gestandene Jäger immer wieder mit der neuesten Technik beschäftigen. Auf Messen oder, wie am vergangenen Sonntag, beim „Jägertreffen“ im Horber Autohaus Daub auf dem Hohenberg finden sie dazu reichlich Gelegenheit.
Die Geschäftsleitung des Autohauses Daub hat schon vor vielen Jahren den Bedarf an kompakten, geländegängigen und allradgetrieben Fahrzeugen gerade für den Forstbetrieb und die Landwirtschaft erkannt und konnte mit dem Suzuki „Jimmy“ bis 2024 eine Modellreihe anbieten, die heute schon Kultstatus hat. Als Suzuki die Modellreihe auslaufen ließ, war für Andreas Daub und seine Mannschaft sofort klar, dass man hier eine Alternative suchen muss.
Testfahrten im Parcours
Sie fanden diese bei der Bamberger Firma Quadix, die sowohl Quads als auch vielseitige Side-by-Side-Fahrzeuge für alle Anforderungen aus der ProX-Serie von 4Trac vertreibt. Daub ist inzwischen Vertragshändler und kann seine Kunden aus diesem Bereich bestens bedienen. Wie leistungsstark und geländegängig diese Offroadfahrzeuge sind, das bewies Siegfried Franz, Chef der Werkstatt- und Service-Crew, seinen Mitfahrern bei Testfahrten im Offroad-Parcours hinter dem Autohaus.
Doch nicht nur Autos, wie beispielsweise den brandneuen Suzuki e Vitara, der E-Mobilität mit Allrad verspricht, sondern auch eine Übersicht über das moderne Jagd-Equipment konnte man beim Jägertreffen 2026 im Autohaus Daub bestaunen.
Viele Aussteller aus verschiedensten Bereichen der Jagd fanden den Weg auf den Hohenberg und vom Gewehr bis zum Gummistiefel war alles da, was das Herz eines Jägers erfreut.
Jagdhunde mit GPS
Am Stand vom „Waidwerk Brezfeld“ fand man beispielsweise alles, was man zur modernen Hundeausbildung braucht. Und Jagdhunde sind heute dank modernster GPS-Technik recht selbstständig. „Mein Hund ist manchmal bis zu zwei Kilometer weit allein im Wald“, erzählt ein Besucher, der extra aus Böblingen anreiste. „Ich kann ihn dank der Technik jedoch jederzeit beobachten und ihm auch Kommandos – entweder per Licht- oder Tonsignal – senden.“
Sein kleiner Jagdhund, ein Parson Russel Terrier, die höher gelegte Version eines Jack-Russells, der auf den schönen Namen „Easy“ hört und sowas wie ein Star in der Szene ist, ist dabei mit einer Teflon-Weste vor Angriffen geschützt, so eine zusätzliche Info.
Ohne Lärm schießen
Dass man auch ganz ohne Lärm schießen kann, wurde am Schießsimulator für bewegtes Schießen der Firma MG-Jagd, die auch ein breites Sortiment an sonstiger Ausstattung präsentierte, deutlich und was man tun kann, wenn es zu einem Wildunfall kommt, das zeigte die Schwarzwälder Firma Yuma.