Sie feiern die Kreativen im Dorf: Uli Bihlmaier (von links) Uli Hoffmann, Fabian Bilger, Normann Bonk, Werner Fiebig, Petra Schmid-Fehrenbacher, Thomas Maaser, Hannah Pfundstein, Volker Wierzba, Siegfried Zey und Norbert Swoboda Foto: Ziechaus

„Ein Dorf feiert seine Kreativen“ – und der Kunstverein Wilhelm Kimmich verweist mit seiner Ausstellung von Künstlern aus dem Ort auf seinen Ursprung.

Als Auftakt zum 750-Jahres-Jubiläum von Lauterbach im nächsten Jahr stellt die Kreativ-Gruppe des Kunstvereins in der Wilhelm-Kimmich-Galerie zehn Kreative aus ihrem Dorf vor.

 

Ihre Werke lasse der Popchor in Regenbogenfarben erstrahlen, begrüßte Bürgermeister Jürgen Leichtle die zahlreichen Besucher in der Galerie, die zu einem Treffpunkt im Dorf werde. Lauterbach zeige mit der Ausstellung wieder sein künstlerisches Potenzial, bekräftigte auch Norbert Swoboda als Vorsitzender des Kunstvereins.

„Wenn nicht zum Dorfjubiläum, wann dann?“, stellte er seine rhetorische Frage nach dem Anlass. Seine Frage beantworteten die „beiden Ulis“, Ulrike Hoffmann und Ulrich Bihlmaier, mit der Vorstellung der zehn Künstler, von denen zwei verhindert waren. Langzeitbelichtungen „offenbaren die verborgene Schönheit der Nacht“, und für Mechaniker Fabian Bilger enthüllten sie sonst ungesehene Details.

Für den Popchor sind die Künstler aus Lauterbach nicht weit, weit weg. Foto: Ziechaus

Schon als Kind hatte Norman Bonk sehr gerne gemalt und nach seiner Ausbildung zum Maler und Lackierer inspirierten ihn Besuche bei Aborigines in Australien dazu, eigene Kunstwerke herzustellen. Mit Kunst wolle sich Werner Fiebig „in der Zeit verlieren und dabei etwas Kreatives schaffen“. Christoph Henzler wolle mit seinem Material Blech experimentieren, um neue Objekte entstehen zu lassen. Vom Holz lasse sich Schreiner Thomas Maaser aus dem Mooswald inspirieren und entscheide dabei, ob es gegenständlich oder abstrakt werde. Sein ehemaliger Lehrer in der Berufsschule, Robert Hermann, fand Gefallen an der Skulptur aus einem Baumstamm.

„Wichtige Momente festhalten“, kann Susi Renn-Müller in ihrer Malerei, die mit einem Palmenstrand wie ein Foto wirkt. Hannah Pfundstein will in ihren realistischen Bildern „dem Stress des Alltags entkommen“ und auch Petra Schmid-Fehrenbacher sieht in der Meditation Malen einen „wunderbaren Ausgleich zum Alltag“.

Surreale Landschaften

Dagegen sind die surrealen Landschaften aus seiner Infrarottechnik für Volker Wierzba der Reiz der Fotografie. Die entstehenden schwarz-weiß Ansichten sind „bunt genug“. Rot sind für Siegfried Zey die Bollen auf dem Hut als markante Signale schöner Schwarzwaldmädel und das ist für ihn auch das Kennzeichen für den Schwarzwaldverein.

Abwechslung für Auge und Gemüt

In dieser Ausstellung der Autodidakten aus Lauterbach könne man seine Nachbarn von einer neuen Seite kennenlernen, empfahl Uli Hoffmann den Besuch in der Galerie und finde dabei Abwechselung für Auge und Gemüt. Man könne auch einzelne Künstler treffen, allerdings nicht mit dem Popchor über den Wolken in eine andere Welteintauchen. Diese Welt wäre „weit, weit weg“ und man könnte allenfalls in die sanfte Stimme von Hubert von Goisern „versunken san“. Aber auch nach der Vernissage mit dem Popchor können die Bilder und Skulpturen bei einem Besuch in der Galerie inspirieren.