Mit Ehrengästen aus dem Nachbarland ist die Ausstellung „Adenauer – De Gaulle. Wegbereiter deutsch-französischer Freundschaft“ am Samstag feierlich eröffnet worden.
Zum Festakt im Kienbergfoyer des Kongresszentrums kamen zahlreiche Gäste. Mit dabei waren Teilnehmer des Treffens der deutsch-französischen Gesellschaften in Baden-Württemberg, die den ganzen Tag über in Freudenstadt getagt hatten. Gekommen waren außerdem zahlreiche Vertreter der Bürgerschaft und der Freudenstädter Kommunalpolitik. Davon berichtet die Stadt Freudenstadt in einer Pressemitteilung.
„Wir sind stolz und freuen uns, dass diese Ausstellung aktuell bei uns zu sehen ist. Konrad Adenauer, erster Bundeskanzler und Wegbereiter der deutsch-französischen Freund- und Partnerschaft, wurde vor 150 Jahren geboren“, sagte Oberbürgermeister Adrian Sonder. Freudenstadt betrachte die Leihgabe der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus auch als Anerkennung für die bisherige Arbeit.
„Unsere Städtepartner- und Freundschaft mit Courbevoie ist eng und lebendig. Sie ist übrigens älter als der Élysée-Vertrag“, so Sonder. Er zitierte Adenauer, der die Bande zwischen beiden Ländern mit einer Rose verglich: Wenngleich man diese Blume manchmal auch vorsichtig anfassen müsse, überdaure sie jeden frostigen Winter und treibe im Frühjahr stets neue Blüten hervor.
Gaël De Maisonneuve, französischer Generalkonsul für Baden-Württemberg, würdigte in seiner Rede den Freudenstädter Beitrag für die guten deutsch-französischen Beziehungen. Der Élysée-Vertrag, der im Kern der Ausstellung stehe, sei bis heute „ein starkes Symbol“. Die deutsch-französischen Aktivitäten, die Freudenstadt und Courbevoie pflegten, seien „beeindruckend“. Um weitere Verbindungen aufzubauen, seien „mutiges Handeln und Engagement“ erforderlich.
Élysée-Vertrag besiegelt die Aussöhnung
Auf 20 Tafeln zeigt die Wanderausstellung die Stationen, wie nach dem Zweiten Weltkrieg aus den beiden „Erbfeinden“ enge Partner und Freunde wurden.
Am 22. Januar 1963 unterzeichneten Konrad Adenauer und Frankreichs Staatspräsident Charles de Gaulle den Vertrag über die deutsch-französische Zusammenarbeit, der als Élysée-Vertrag in die Geschichte eingegangen ist. Damit besiegelten sie nach etlichen Kriegen die Aussöhnung zwischen Deutschen und Franzosen und stellten die Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Frankreich auf eine völlig neue Grundlage, die bis heute ihresgleichen sucht.
Die Stadtkapelle Freudenstadt gestaltete die Feierstunde mit. Eine kleine Besetzung des Orchesters spielte drei Stücke, darunter die Europa-Hymne.
Die Ausstellung mit zweisprachiger Erklärung wendet sich an eine breite interessierte Öffentlichkeit und ist grundsätzlich für Besucher jeden Alters und mit unterschiedlichem Vorwissen geeignet. Aufgrund ihrer farbenfrohen Gestaltung spricht sie laut Mitteilung insbesondere junge Leute an, für die die Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus zusätzliches pädagogisches Begleitmaterial anbietet.
Öffnungszeiten
In Freudenstadt ist sie noch bis zum 12. Februar zu sehen und täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.