Der Verein Helfende Hände aus Nagold stellt sich mit Fotos von Ulrike Klumpp in deren Atelier in Baiersbronn vor.
Faszinierende Fotos aus dem Nord-West-Afrika-Staat Mauretanien sind in einer Ausstellung von Fotografie Ulrike Klumpp in ihrem Atelier in der Tonbachstraße 112 in Baiersbronn zu sehen. Die Ausstellung fand am vergangenen Wochenende bemerkenswertes Interesse in der Bürgerschaft und kann – nach Voranmeldung – noch eine ganze Weile besucht werden.
Es sind eindrückliche Fotos in bekannter Klumpp-Qualität: aussagekräftige Porträts, stimmungsvolle Landschaften, Wüsten, Straßenszene, Märkte, Feste und alltägliches Leben in einem Staat, der zu den am wenigsten entwickelten Ländern der Welt zählt. 80 Prozent des Landes sind Wüste.
Dazu eine fotografische Dokumentation über Projekte des Vereins „Helfende Hände“ aus Nagold. Der Verein engagiert sich seit 2008 in Mauretanien, initiiert vom ehemaligen CDU-Bundestagsabgeordneten Hans-Joachim Fuchtel aus Altensteig, bekannt für seine Reisefreudigkeit in alle Welt. In Mauretanien legte sein Besuch den Grundstein für ein beispielhaftes Hilfsprojekt auf ehrenamtlicher Basis, das sich ganz der Hilfe zur Selbsthilfe verschrieben hat.
Viele Projekte angestoßen
„Wir sind nicht gekommen, um den Menschen die Welt zu erklären“, versichert Gaby Frey, koordinierende Vorsitzende des Vereins Helfende Hände. Im Lauf der Jahre wurden viele Projekte angestoßen und von den Einheimischen weitergeführt und weiterentwickelt. Darunter eine medizinische Station, Schulen und in der Hauptstadt Nuakschott und in der Stadt Atar Ernährungsprojekte, medizinische Hilfs-Aktionen und vieles andere mehr.
„Wir holen Kinder von der Straße und vermitteln ihnen Bildung“, erklärt Gaby Frey. Sie berichtet über das Couscous-Projekt, das Frauen die Möglichkeit gibt, in Töpfen Couscous zu kochen und dann portionsweise auf der Straße zu verkaufen. „Das versetzt sie in die Lage, ihre Kinder zu ernähren“ so Frey.
Menschen vor Ort eingebunden
Der Verein lebt von Geldspenden und humanitärer Hilfe auch in Form von Medikamenten, Bildungsutensilien oder medizinisch-technischem Gerät. Im Vordergrund steht die persönliche und unbürokratische Einbindung der Menschen vor Ort auf freundschaftlicher Basis, erklärt Klumpp.
Sie und Gaby Frey informierten die Besucher am Wochenende über Land und Leute, den Verein und seine Projekte, über tiefe Freundschaften, die dabei entstanden sind.
Nächster Besuch steht an
Der Verein besuchte im November letzten Jahres mit einer kleinen Gruppe die Hilfsprojekte in Mauretanien und wurde auch von der deutschen Botschaft empfangen. Dabei entstanden auch viele der ausgestellten Fotos von Ulrike Klumpp. Der nächste Besuchstermin steht schon im Kalender des neuen Jahres. Es ist der 15. Januar.
Weitere Informationen: www.helfende.haende.cw.net.de; www.klumpp-fotografie.de