Auf Safari in Afrika, am Grand Canyon in den USA oder zu Hause Schwarzwald – eine neue Ausstellung in Baiersbronn zeigt eine Erlebniswelt mit der beliebten Spielzeugfigur im Fokus.
Die Playmobil-Figur „Schwarzwaldmarie“ begibt sich in Baiersbronn auf eine symbolische Weltreise im Miniaturformat. Vom 22. Mai bis 13. September zeigt die Baiersbronn Touristik in der Eislaufhalle die Ausstellung „Schwarzwald Marie auf Weltreise“. Sie ist Teil der Sammlung des Diorama-Künstlers Oliver Schaffer, der mit seinen Playmobil-Welten international bekannt ist.
Im Mittelpunkt der Ausstellung steht die Schwarzwaldmarie als verbindende Figur innerhalb einer inszenierten Reise durch verschiedene Länder und Kontinente. Gemeinsam mit mehreren Tausend weiteren Playmobil-Figuren ist sie in zwölf detailreich gestalteten Dioramen zu sehen. Jede dieser Miniaturlandschaften greift eigene Themen, Regionen und Szenen auf und bildet jeweils abgeschlossene, erzählerische Stationen der Reise.
Die Ausstellung beginnt in einer typischen Schwarzwälder Landschaft mit dichten Tannenwäldern, traditionellen Schwarzwaldhäusern und regionalen Details wie der Schwarzwälder Kirschtorte. Diese lokale Szenerie bildet den Ausgangspunkt für die anschließende „Reise“, die im weiteren Verlauf über einen Flughafen in unterschiedliche Regionen der Welt führt. Insgesamt werden dabei rund 40.000 Kilometer im Miniaturmaßstab abgebildet.
Urheber ist der Diorama-Künstler Oliver Schaffer
Europa nimmt innerhalb der Ausstellung einen größeren Raum ein und zeigt verschiedene bekannte Orte und Bauwerke. Dazu gehören unter anderem das Berliner Konzerthaus, die Wiener Hofburg, die italienische Amalfiküste sowie antike griechische Ruinenlandschaften. Diese Stationen sind jeweils als eigenständige Szenen umgesetzt, die architektonische und kulturelle Besonderheiten aufgreifen.
Darüber hinaus führt die Ausstellung nach Nord- und Südamerika, Afrika und Asien. Gezeigt werden unter anderem Darstellungen aus Mexiko, Ägypten und Indien. Eine afrikanische Safari-Szenerie mit Tierwelt der Savanne bildet ebenso eine Station wie der Grand Canyon mit dem Colorado River. Ergänzt wird die Weltreise durch Szenen aus Polynesien und Japan, die jeweils eigene kulturelle und landschaftliche Schwerpunkte setzen.
Die einzelnen Dioramen sind dabei nicht nur als Abbild bestimmter Orte gedacht, sondern als erzählerische Miniaturwelten, in denen Alltagssituationen, Landschaften und kulturelle Elemente miteinander kombiniert werden. Dadurch entsteht eine Abfolge sehr unterschiedlicher Szenen, die die Vielfalt der dargestellten Regionen im Playmobilmaßstab sichtbar machen.
Hinter der Ausstellung steht der Hamburger Diorama-Künstler Oliver Schaffer, der als offizieller Playmobil-Markenbotschafter gilt und nach eigenen Angaben über die weltweit größte Playmobil-Schausammlung verfügt. Seine Arbeiten wurden bereits in zahlreichen Museen im In- und Ausland gezeigt und von mehreren Millionen Menschen besucht. Einzelne Dioramen waren unter anderem auch im Louvre in Paris ausgestellt. Bereits 2023 war Schaffer mit einer Ausstellung in Baiersbronn vertreten, aus deren Zusammenarbeit die Idee zur Sonderfigur „Schwarzwaldmarie“ entstand.
Die Figur selbst wurde aufgrund der anhaltenden Nachfrage inzwischen erneut produziert. Sie soll zwischen Mai und Juni erhältlich sein und ist auch während der Ausstellung in Baiersbronn verfügbar. Als sie im Sommer 2025 erstmalig in den Verkauf ging, war die Nachfrage riesig. Innerhalb von fünf Tagen war die erste Auflage ausverkauft gewesen.
Figur wurde im Sommer 2025 verkauft
Ab dem zweiten Tag wurden nur noch höchstens drei Exemplare an eine Person verkauft, um das Angebot etwas zu verknappen. „Wir haben im November einen Prototypen der Figur gesehen und uns war klar, dass das ein Erfolg wird. Jedes Detail an der Figur stimmt“, sagte Margit Langer, Geschäftsführerin des Freilichtmuseums Vogtsbauernhof, damals im Gespräch mit unserer Redaktion. Schließlich hätten ja auch die „Trachtenverantwortlichen“ daran mitgewirkt. Daher habe das Museum bei dem Aufruf im November für seine Verhältnisse auch gut bestellt, 1500 Exemplare. Am ersten Verkaufstag öffnete die Tourist-Info in Gutach bereits um 7 Uhr, um zwölf Uhr war von den georderten 50 Exemplaren keines mehr zu haben.
Auch die zweite Auflage der Figur kam gut an. Im März wurde in einer Online-Abstimmung ein Partner für die Playmobil-Marie gesucht. Gewonnen hatte die Figur „Hannes“, ein Playmobil-Mann, dessen Kleidung der Gutacher Tracht ähnlich sieht.
Die Öffnungszeiten der Ausstellung
Die Ausstellung ist vom 22. Mai bis 13. September jeweils von Dienstag bis Sonntag von 13 bis 18 Uhr geöffnet, montags ist Ruhetag. Der Eintritt beträgt für Erwachsene 5 Euro, für Kinder und Jugendliche von 6 bis 16 Jahren 3 Euro, Kinder bis 5 Jahre haben freien Eintritt. Eine Familienkarte für zwei Erwachsene und zwei Kinder kostet 13 Euro. Mit Schwarzwald Plus ist der Einzeleintritt kostenfrei. Kostenlose Parkmöglichkeiten stehen auf dem Festplatz Aue zur Verfügung.