Auf große Interesse stieß die Vernissage der Osterausstellung, bei der Mitglieder des Kunstvereins ihre Werke zeigen. Foto: Renate Zährl

Bei der Vernissage der Osterausstellung feiert der Kunstverein sein zehnjähriges Bestehen.

Die Osterausstellung, die im zweijährigen Turnus ansteht, hat der Verein Kunstschaffende und Kunstfreunde Bad Dürrheim im Haus des Bürgers eröffnet.

 

Wie immer zeigt die Ausstellung ein breites Spektrum. 21 Künstler geben einen Einblick in ihr aktuelles Schaffen. Anlässlich des zehnten Jahrestags der Vereinsgründung würdigte der stellvertretende Bürgermeister Heinrich Glunz die Präsentation. „Es war ein wichtiger Schritt, dass die Künstler aus der Anonymität herausgetreten sind, indem sie diesen Verein gründeten“, betonte er.

Jürgen Merk erinnerte an die Vereinsgründung, als Egon Dehner und Eike Buchmann über die Bürgerstiftung die Idee hatten, einen Verein zu gründen. Er dankte den beiden als Gründungsväter, ohne deren Vision den Verein nicht gäbe. Merk wurde als Arbeits-Versitzender bestimmt, bis er nach fünf Jahren den Vorsitz verließ, weil er, wie er sagte, „einfach mitmachen wollte“.

Kunst als Nahrung für den Betrachter

„Während der Anfangsphase wurden Stimmen laut, die diesem Verein keine lange Lebensdauer vorausgesagt haben, weil Künstler Individualisten sind, die sich nicht in einen Verein integrieren lassen wollen- und überhaupt: es sind halt Künstler“, erzählte er launig in seiner Rede. Nach Jürgen Merk übernahm Doris Arenas den Vorsitz.

Doris Arenas nannte in ihrer Ansprache die Säulen, die den Verein tragen. „Das sind die Kunstschaffenden natürlich. Dann die Unterstützerinnen und Unterstützer, die benannt wurden. Als dritte Säule nannte sie „den Vorstand, die Leute, die viel Zeit und Herzblut investieren, ohne sich die Zeit für ihre Kunst nehmen zu lassen“. Sie betonte, dass der Verein heute, dank des Engagement aller Beteiligten, gut dasteht und ein künstlerischer Austausch auch zu anderen vorhanden ist. Sie fragte sich: „Liegt es and der guten Luft, dass hier die Kunst so vortrefflich gedeiht?“ Ihre Rede rundete Doris Arenas mit einem Zitat von Eike Buchmann ab, der den kreativen Menschen als einen sieht, der sich im gewissen Sinne verausgabt und hingibt. „ Er bietet sozusagen Kunst als Nahrung für den Betrachter, die Betrachterin“. In der Ausstellung zu sehen ist gegenständliche Malerei, welche die Schönheit des Augenblicks zeigt.

Sammler Manfred Beichl zeigt Werke verschiedener Künstler

Es gibt die klaren Linien, die in die Verschnörkelung oder in die Struktur führen. Gegenstandslose Malerei versetzt die Gefühlswelten in Formen, Strukturen und Farben. Aussagekräftige Figürchen stellen sich vor. Gegenstände, die in Bilder ragen. Formen, Farben, Acryl, Öl, Holzschnitte, Bilder, die mit Pigmenten und Tusche in Schichten aufgebaut sind, berühren beim Betrachten. Neu ist ein Sammler, Manfred Beichl ist bei der Ausstellung mit Werken verschiedener Künstler vertreten.

Öffnungszeiten

Kunstflohmarkt
Der Eintritt zur Osterausstellung ist kostenlos. Am Freitag, 5. April, lockt ein Kunstflohmarkt mit ausgewählten Gemälden und Kunstobjekten. Die Schlussveranstaltung, die Finissage, ist am Sonntag, 7. April, ab 16 Uhr. Dazu wird ein üppiges Buffet angeboten.

Die Künstler
Doris Arenas, Elfi Bäuerle, Gerda Bergler, Arian Berhane, Gabriele Grieshaber, Ute „Sissi“ Hauser, Gunther Landwehr, Carl Lotz, Jürgen Merk, Elke Müller, Thomas Oppenländer, Barbara Pöhle, Peter-Lutz Pöhle, Roland Pöllet, Ursula Rieger, Monika Rothgängel, Adelheid Schelkle-Danneck, Madeleine Strohmeier, Ingrid Weishaupt, Heidrun Weiß und Albina Wolf-Wiebe zeigen ihre Werke.