Bei der Familienmesse in Albstadt geht es um Nachhaltigkeit und Regionalität. Foto: FamFair

Regionale Aussteller, Vereine, Organisationen und Dienstleister stellen bei freiem Eintritt in der Festhalle Ebingen am 12. April ihr Angebot vor.

Was heutzutage immer wichtiger ist, um den nötigen Überblick zu behalten, sind Netzwerke. Über solch ein Netzwerk von jungen Frauen der Start-up-Szene in Albstadt wird in rund vier Wochen auch wieder eine besondere Messe organisiert. Angesprochen werden vor allem Familien, die großen Wert auf Nachhaltigkeit und Qualität legen. Die knapp 40 Aussteller kommen allesamt aus der Region. Das alleine ist aber noch nicht das Besondere. Es geht bei der FamFair am Sonntag, 12. April, von 11 bis 17 Uhr in der Festhalle Ebingen vor allem auch um die Vernetzung, die Information und den großen Überblick.

 

Svenja Hartl hat selbst ein kleines Label für Kleidungsstücke und kommt aus Pfeffingen. Sie war von der Besucherresonanz bei der ersten Messe dieser Art vor etwa eineinhalb Jahren total überwältigt: „Es war ein Riesenerfolg. Wir hatten über 1000 Besucher. Und deshalb wollen wir die zweite Messe wesentlich größer anlegen und gehen in die Festhalle in Ebingen.“ Im November 2024 fand die Veranstaltung als Premiere noch im Gleis 4 statt, aber dieses Mal plant man gleich in größeren Dimensionen.

Einen Eintrittspreis verlangen die insgesamt fünf Organisatorinnen nicht. Denn schließlich sollen mit dem kostenlosen Angebot viele Familien erreicht werden, erklärt Svenja Hartl. Die notwendigen Ausgaben für solch eine Messe werden über die Aussteller bestritten, die für ihren Stand einen kleinen Obolus entrichten. Aber auch hierbei handelt es sich keineswegs um große Firmen und Hersteller. Ganz bewusst sollen Kleinunternehmerinnen und Dienstleister aus der Region eine Plattform erhalten, um mit der Zielgruppe Familien mit kleinen und größeren Kindern in Kontakt treten zu können.

Oft handelt es sich, wie bei Svenja Hartl vom Label „Liebgemacht“, um kleine Start-ups aus dem Zollernalbkreis und teilweise aus benachbarten Landkreisen. Es geht vor allem um Handmade und um Fair Fashion. Auf alle Fälle wird für jeden etwas dabei sein, versprechen die Initiatorinnen, die offen für neue Mitstreiterinnen sind. Denn es gibt erstaunlich viele Frauen, die im Nebenerwerb etwas herstellen oder Menschen beraten – und das im unmittelbaren Umkreis. Bei der vergangenen Messe hatte man beispielsweise zwei Fotografinnen dabei, die das Geschehen ins rechte Licht setzten und für Dokumentationen festhielten. Bei der FamFair gibt es beispielsweise Handmade-Schmuck oder ätherische Öle, um nicht gleich zu Schmerztablette und Co. greifen zu müssen. „Einfach weg vom Konventionellen hin zu einer nachhaltigen Gesundheit“, erläutert die 33-jährige Mutter eines kleinen Sohnes. Es gibt frische Kosmetik ohne jegliche Zusatzstoffe und qualitativ hochwertige Kleidung.

Viele geben lieber ein paar Euro mehr aus, wenn sie wissen, wo es herkommt

„Viele geben lieber ein paar Euro mehr aus, wenn sie wissen, wo es herkommt und wie es hergestellt wurde, und kaufen lieber weniger“, weiß die Anbieterin von Slow Fashion Ware. Außerdem wird schöne, selbst gemachte Deko angeboten und noch viele andere Produkte, die mit viel Liebe hergestellt wurden.

Da es bei der FamFair nicht nur um das reine Warenangebot geht, sondern zudem um ein Netzwerk für Familien, stehen auch Beratungsangebote in der Festhalle im Vordergrund. Alles, was Familien mit jüngeren Kindern interessiert, wie beispielsweise Alternativen zum Kita-Platz. Denn dies scheint bei so manchen in der Region ein ernstes Thema zu sein. „Man bekommt oft keinen Platz“, berichten die Eltern beim Messebesuch in Gesprächen. Deshalb stellen sich beispielsweise die Tagesmütter Albstadt dem Publikum vor. Den meisten sei auch nicht bekannt, dass es hier einen Verein für Pflegeeltern gebe, erläutert Svenja Hartl. Deshalb werden auch in diesem Bereich Informationen angeboten. Vom Familiencoach bis zur Trageberatung – für jeden wird etwas dabei sein.

Und dann soll es bei einer Messe ja auch unterhaltsam zugehen – und bei der FamFair natürlich regional. Deshalb werden verschiedene Vereine und auch lokale Sänger ihre Auftritte haben. Und damit man gleich mal erleben kann, wie wertvoll die Quality Time für Familien ist, darf der Nachwuchs gemeinsam mit Mama oder Papa Keramik bemalen. Ein absoluter Trend derzeit. Es wird Infos geben zu Unternehmungen im Zollernalbkreis, um eben die Quality Time als Familie oder auch unter Freundinnen gut zu gestalten. „Einfach mal nicht am Handy sitzen, sondern Zeit miteinander verbringen“, meint Svenja Hartl.