Im Foyer der Josef-Merz-Halle schnattern Gänse und gurren Tauben (hinten) um die Wette. Foto: Herzog

Zahlreiche Besucher machten die Ausstellung des Kleintierzuchtvereins in Aichhalden zu einem vollen Erfolg. Zuvor konnten einige Zwei- und Vierbeiner ausgezeichnet werden. Dabei hatte der Verein in vergangener Zeit mit Problemen zu kämpfen.

Schmuddeliges Novemberwetter trieb am Sonntag viele Besucher in die Josef-Merz-Halle zur Ausstellung des Kleintierzuchtvereins. Neben einer tierischen Vielfalt gab es auch reichlich Kulinarik.

 

Als hätte die Corona-Pandemie den Kleintierzuchtverein Z 297 Aichhalden nicht schon genug gebeutelt, in der aktive Mitglieder altershalber mit der Zucht aufgehört haben oder verstorben sind. In diesem Jahr hatten die Züchter auch Probleme, eigenen tierischen Nachwuchs zu bekommen, ein Phänomen der Natur. Zwar wurde mit 76 Kaninchen, 60 Geflügel und 48 Sachsengold-Kaninchen des Clubs Württemberg-Hohenzollern mehr Tiere als im Vorjahr beim „Neustart“ ausgestellt. Trotzdem hinken die Ausstellungszahlen gegenüber den Vor-Corona-Jahren deutlich hinterher.

Schnatternde Gänse und chillende Kaninchen

Das Interesse der Besucher litt dadurch keinesfalls. Sie nutzten den verregneten Sonntag zu einem kleinen Familienausflug und die Kinder verfolgten interessiert das Schnattern der Toulouser Gänse im Foyer der Festhalle und das Krähen der großgewachsenen bunten Italiener-Hähne. Aber auch dem Chillen der verschiedenen Kaninchen-Rassen in den Käfigen wurde gerne zugesehen oder der Nachwuchs verweilte sich am kleinen Streichelzoo in der Hallenecke.

Mit den Besucherzahlen zeigte sich Vorsitzender Thomas Broghammer äußerst zufrieden. Vor allem über die Mittagszeit hatten seine Küchencrew und das Bewirtungspersonal alle Hände voll zu tun.

Der interne Züchterabend am Samstag war mit der Preisverleihung verbunden. Erster Vereinsmeister Kaninchen wurde Reinhold Roth mit Hermelin Blauauge und 389 Punkten vor Vorjahresmeister Dieter Ginter, der mit Klein-Rexe Luxfarbig auf 388 Punkte kam. Das mit 97,5 Punkten bewertete beste Kaninchen der Schau hatte Dieter Ginter.

Jeweils einen Landesverbandsehrenpreis (LVE) erzielten der 87-jährige Raimund Roth mit Russen, Werner Blessing mit Zwergwidder Wildfarben und Reinhold Roth mit Hermelin Blauauge. Den Titel Vereinsmeister Geflügel sicherte sich Tim Broghammer mit Wasserenten Wildfarbig. Er kam auf 382 Punkte. Dahinter platzierte sich mit 380 Punkten Alexander Zinell mit Federfüßige Zwerghühner als Zweiter. Das beste Geflügeltier stellte Tim Broghammer (Wasserenten Wildfarben) mit 96 Punkten aus.

Jeweils einen LVE bei der Gattung Geflügel gab es für Laurin Fuchs mit Araucana Hühner und Alexander Zinell mit Süddeutsche Blasse (Tauben). Ihre Tiere bewerteten die Preisrichter mit jeweils 96 Punkten.