Hobby-Maler Hubert Fischer stellt ab Sonntag, 17. November, im „Treffpunkt“ Schiltach aus und lädt zur Vernissage ab 11 Uhr ein. Foto: Herzog

Hobby-Maler Hubert Fischer aus Schiltach wird erstmals im Treffpunkt 16 bunte und großflächige Bilder ausstellen. Es ist eine Auswahl aus einem Repertoire von 70 Werken.

Zur Vernissage unter dem Titel „Kultur-Revolution“ lädt der 60-Jährige am Sonntag, 17. November, ein. Beginn ist um 11 Uhr.

 

Das Malen gehört schon seit Kindheit zu den Hobbys des aus Weinheim in Nordbaden stammenden Künstlers, der 2012 nach Schiltach gezogen ist. Einen richtigen Schub erhielt bei ihm das Malen aber erst 2019 während eines Aufenthalts in einer Rehaklinik. „Da gab es das Angebot, mit Wachsstiften zu malen. Das bereitete mir großen Spaß. Ich hatte plötzlich etwas gefunden, wo ich beruflich abschalten, mich künstlerisch verwirklichen und meditieren kann“, beschreibt der Grundschullehrer, der in Hornberg unterrichtet. Sein Atelier findet Platz im Wintergarten im Wohnzimmer.

In der Reha lernte er außerdem die Künstlerin Angelika Nein aus Kehl kennen, die ihn inspirierte, seine Bilder in Ausstellungen der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Sie vermittelte ihn an die Kulturabteilung der Stadt Kehl, wodurch im Februar 2024 seine erste Ausstellung zustande kam. Eine zweite Ausstellung erfolgte im Mai 2024 in Weißenburg/Frankreich und nun im „Treffpunkt“ Schiltach.

Bilder von Hubert Fischer Foto: Herzog

Fischer stellt sich immer wieder die Frage, ob Dinge wirklich so sind wie sie sind, oder doch mehr dahintersteckt. So thematisiert und verarbeitet er in seinen Bildern aktuelle Geschehnisse wie den Krieg in Nahost, Flüchtlingspolitik und Klimakatastrophe sowie deren Einfluss auf Politik und Gesellschaft. Vieles erschließt sich ihm dabei erst auf den zweiten oder dritten Blick.

Seine Maltechnik mit Ölkreide ähnelt dem „Sgraffiti“ und erfordert im letzten Arbeitsgang körperliche und aufwendige Arbeit. Erst wird mit Bleistift ein Entwurf gezeichnet, mit Tusche umfahren, mit Aquarellstifte vermalt und mit Ölkreide übermalt. Danach wird der Untergrund durch Kratzen wieder herausgearbeitet. So entstehen mehrdeutige gemalte Collagen. Alle Bilder Fischers haben einen Namen und kleine Texte dazu weisen darauf hin, worum es auf den Bildern geht. Dies sind seine letzten Vorbereitungsarbeiten für die Ausstellung in den Räumen des Treffpunkts, die bis Anfang März 2025 dauern wird. Sie ist zu den gängigen Öffnungszeiten am Mittwoch, Freitag und Sonntag jeweils von 14.30 Uhr bis 17.30 Uhr zu besichtigen.

Fischers Lebensweg

Hubert Fischer ist verheiratet und hat einen erwachsenen Sohn. Er ist gelernter Maschinenbauschlosser. Über den zweiten Bildungsweg mit Studium bildete er sich zum Grundschullehrer aus.