Weiße Männer erklären Afrikanern die Welt: Sammelkarte von Knorr aus früheren Zeiten. Das Linden-Museum arbeitet anhand solcher Objekte die Kolonialgeschichte Württembergs auf. Foto: Archiv Willi Goffart

Lange wurde die Rolle Württembergs im Kolonialismus verdrängt. Das Linden-Museum bringt nun endlich mit einer Ausstellung Licht in dieses düstere Kapitel. Ein Jammer, dass dabei das Publikum vergessen wurde.

Stuttgart - Wie sind Afrikaner? Noch vor gar nicht so langer Zeit hätten Kinder vermutlich geantwortet: wild. Manch einer hat in seiner Kindheit noch Bücher gelesen, in denen die Vorstellung verbreitet wurde, dass Afrikaner Menschenfresser seien. Auch ethnologische Museen haben bis vor wenigen Jahren vor allem Stereotype transportiert und ein Bild von Menschen aus Afrika skizziert, die vor ihren Hütten im Baströckchen ums Feuer tanzen. An der Fassade des Stuttgarter Linden-Museums lässt sich sogar heute noch die Vorstellung vom schwarzen Mann ablesen, der über Generationen durch die Köpfe der Menschen geisterte. Der Bildhauer Adolf Bredow hat alles getan, dass die beiden in Stein gehauenen Männer wild und primitiv wirken.

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