Sehenswerte historische Fotos und Plakate gehören zur kleinen Exposition über den früheren Flugplatz Sternenfeld. Foto: Rolf Reißmann

Der Flugplatz befand sich einst auf der gegenüberliegenden Rheinseite, wo heute der Birsfelder Hafen ist.

In Zusammenarbeit mit dem Museum Birsfelden gestaltete die Arbeitsgruppe Emilianum des Vereins für Heimatgeschichte Grenzach-Wyhlen diese kleine Exposition. Sie ordnet sich ein in das Jahresthema „Luft“ der Arbeitsgruppe.

 

Klar, wenn man einen solch wichtige Verkehrskonten gewissermaßen direkt vor der Haustür hatte, kann man bei diesem inhaltlichen Schwerpunkt der hiesigen Luftfahrtgeschichte nicht vorübergehen.

Wichtige Zwischenstation

Im Jahr 1920 wurde auf dem seinerzeit freien Gewann Sternenfeld der Flugplatz angelegt. Nur mit Graspiste und direktem Kontakt mit Besuchern. Betrieben wurde er vom Verein Aviatik beider Basel. Schnell wurde dieser Flugplatz begehrte Zwischenstation langer Linien, so zum Beispiel von Amsterdam nach Innsbruck, darüber hinaus auch ein beliebter Zielort für Maschinen nach Frankfurt am Main, Leipzig und Berlin.

Prominente Passagiere

Zu den berühmten Passagieren, die hier einst ankamen, gehörten unter anderem der Schauspieler Hans Albers („der blonde Hans“) und der Sänger Richard Tauber. 1925 wurde die später berühmte Fluggesellschaft Balair hier gegründet.

Die Vielfalt der Flugzeuge war riesengroß. Nahezu alles, was in der Aero-Technik Rang und Namen hatte, landete und startete auf dem Sternenfeld bei Birsfelden. Wie auf fast allen Flugplätzen Mitteleuropas brachte der Kriegsbeginn 1939 den großen Einbruch. Nach Kriegsende hat sich das Sternenfeld nie wieder erholt, zumal dann schon die Überlegungen für den binationalen Großflughafen bei Blotzheim, der heutige Euro-Airport, weit voran geschritten waren.

1930 landet ein Zeppelin

Einer der Höhepunkte des Flugplatzes Sternenfeld war die Landung eines Zeppelins am 12. Oktober 1930.

Das Museum Birsfelden hatte 2021 eine große Ausstellung zur Geschichte des Flugplatzes gestaltet, Teile davon wurden nun der Arbeitsgruppe Emilianum für diese Exposition zur Verfügung gestellt.

Die Zusammenarbeit mit dem Museum Birsfelden begann 2013, als in beiden Orten das „Musée sentimental“ den Besuchern Alltag und Geschichte nahe brachte.

Zur Eröffnung im Emilienpark war auch die Vorsitzende des Birsfelder Museumsvereins, Regula Meschberger, gekommen.

Bis zum Herbst zu sehen

Bis zum Herbst wird die Ausstellung im Emilianum jeweils am ersten Wochenende im Monat von 14 bis 16 Uhr zu sehen sein. Vorgesehen ist auch, dass der Autor des im Vorjahr erschienen Sachbuches „Flugplatz Sternenfeld“, Werner Soltermann, einen Vortrag hält. Übrigens: Vom Flugplatz wandelte sich das Sternenfeld ins absolute Gegenteil – zum Hafen.