Hobbyfotograf Klaus Dezember vor einem seiner Bilder mit dem Titel „Leben und Tod“ Foto: Schwarz

Der Dornstetter Hobbyfotograf stellt Bilder, die auf seinen vielen Reisen entstanden sind, derzeit im Rathaus aus. Die Vernissage war gut besucht.

Klaus Dezember reist gern, und mindestens genauso gern fotografiert er. Mit seiner Ausstellung „Buenos Dias – schöne Bilder“ und dem Thema „Unterwegs“ bringt er beides zusammen.

 

14 Fotografien, die auf diesen Reisen entstanden sind, hängen noch bis Ende August im Dornstetter Rathaus und laden zum Betrachten ein. Zur Vernissage waren zahlreiche Freunde der Fotografie gekommen und ließen sich von Dezember in die Welt seiner Bilder und die Art und Weise, wie sie entstanden sind, entführen.

Bürgermeister Bernhard Haas begrüßte die Gäste und stellte Dezember auch in wenigen Sätzen vor. Seit Mitte der 1990er-Jahre lebe Dezember in Dornstetten und bringe sich in der Stadt, etwa im Bürgerprojekt „Kunst und Kultur“ oder in der katholischen Kirchengemeinde, auch aktiv ein. Als Ingenieur arbeite Dezember schon seit einigen Jahren im örtlichen Ingenieurbüro Eppler. „Sein Interesse liegt aber bei weitem nicht nur im Bereich Hoch- und Tiefbau“, so Haas schmunzelnd. Ausgestellt habe Dezember auch schon an anderen Orten.

Grundstein früh gelegt

Klaus Dezember dankte Haas für die Möglichkeit der Fotoausstellung und seiner Frau Sonja für die Unterstützung, aber auch Geduld, die bei Ausflügen und Urlauben mit Ehemann und Fotoapparat manchmal offenbar nötig ist. Dezember betonte, dass es ihm beim Fotografieren gar nicht so sehr um das „perfekte Foto“ geht – darüber lasse sich auch trefflich streiten –, sondern darum, die Welt zu zeigen, wie sie ist. Ihm sei wichtig, den Blick auf etwas zu lenken, dessen Besonderheit sich oft erst auf den zweiten Blick erschließe.

Dezembers große Leidenschaft für sein Hobby wurde besonders deutlich, als er seinen fotografischen Werdegang schilderte. Der Grundstein für das Hobby wurde bereits bei der Kommunion gelegt. Schon damals wurde der junge Klaus strahlend mit einem Fotoapparat in der Hand abgelichtet.

Im Laufe der Jahre wurden seine Fotoausrüstungen immer besser und professioneller. Heute gehören ein Ultra-Telezoom, Makroobjektive, Filtersysteme und Glaskugeln für besondere Effekte längst zur Basisausstattung. Dezember besucht auch immer wieder Fortbildungen. Außerdem besucht er regelmäßig den Fotostammtisch mit Gleichgesinnten im Gasthaus Engel und übernimmt zwischenzeitlich auch kleinere Fotoaufträge.

QR-Codes an den Bildern

Beim Rundgang durch die Ausstellung erklärte er, wo und vor allem wie die Fotografien entstanden sind. Die Details erfährt der Betrachter auch über QR-Codes an den Bildern. Entstanden sind die Fotos auf Reisen durch Namibia, Island, Madeira oder auch Schottland. Die Motive – vom wilden Tier über den Wasserfall bis zum Schloss – sind so unterschiedlich wie die Länder selbst. Titel wie „Leben und Tod“ oder „Hey!“ und „Stille“ bieten Inspiration zum Nachdenken. Dezember äußerte die Idee, eine weitere Ausstellung zum Thema „Lost Places“ vorzubereiten.