Bank den Hang hinuntergeworfen, Brückenplanke herausgerissen, Tür verschwunden: Der Turm der Ruine bleibt aus Sicherheitsgründen geschlossen. Ringingens Ortsvorsteherin bietet den Schuldigen an, die Angelegenheit zu bereinigen.
Bisher hat sich niemand gemeldet und dazu bekannt, die Schäden am Ringinger Aussichtspunkt Nähberg angerichtet zu haben. Dort wurde eine neu errichtete Ruhebank den Abhang hinuntergeworfen und eine Planke der Holzbrücke über den „Burggraben“ herausgerissen.
Herausgerissen haben die Verantwortlichen zudem die metallene Ausgangstür auf dem Turm der Ruine. Sie scheint spurlos verschwunden. Nicht zuletzt wurden Schrauben der Dachluke entfernt.
In ihrem Jahresrückblick forderte Ortsvorsteherin Christina Dorn-Maichle die Täter kürzlich auf, sich zu melden. Sie werde niemandem den Kopf herunterreißen, sagte sie wörtlich. Doch die Sache müsse bereinigt werden.
Weil es still geblieben ist, ermahnt die Dorfchefin jetzt nochmals. Eine Strafanzeige ist bisher nicht erfolgt, sie hofft weiterhin auf Einsicht. Es soll, heißt es, ernst zu nehmende Hinweise geben, wer die Zerstörungen angerichtet hat.
Der Turm bleibt auf weiteres geschlossen. Die fehlende Tür am oberen Ausgang bildete nicht nur einen Regenschutz für das darunterliegende Gebälk, sie stellt eine Sicherheitsvorkehrung für die steile Treppe dar, die unmittelbar dahinter liegt. „Das fällt in meine Verantwortung als Ortsvorsteherin, das Risiko, dass da etwas passiert, nehme ich nicht auf mich“, so Dorn-Maichle.