Der Bauausschuss hat sich ein Bild vom Baufortschritt an der Dornstetter Stadthalle gemacht – und sich für eine ergonomische Küche ohne Schnickschnack entschieden.
Mit drei Entscheidungen rund um das Thema Sanierung Stadthalle hatte sich der Bauausschuss des Dornstetter Gemeinderats in seiner jüngsten Sitzung zu befassen.
Zum einen nahm das Gremium einstimmig eine Planung des Architekten Walter Huber aus Stuttgart für die Küche zustimmend zur Kenntnis, so dass es dort weitergehen kann. Des Weiteren soll gemäß mehrheitlicher Beschlussfassung eine LCD-Anzeigetafel, die von außen her einsehbar sein soll, für anstehende Informationen der Öffentlichkeit im Foyer der Halle installiert werden. Drittens sprachen sich die Ausschussmitglieder mehrheitlich für die Installation zweier kleiner Energiesäulen zur Stromlieferung an der Hauptstraße für Veranstaltungen im Freien, wie zum Beispiel Märkte, aus.
Vor der Sitzung hatten sich die Gremiumsmitglieder um Bauamtsleiter Alexander Mönch und Bürgermeister Bernhard Haas mit dem Architekten und Hausmeister Marco Majer zu einem Rundgang durch die Stadthalle getroffen, um den Baufortschritt zu begutachten. Die letzte Begehung hatte im Dezember 2025 stattgefunden.
Arbeiten liegen im Zeitplan
„Wir sind soweit im Zeitplan“, sagte Architekt Huber. Bislang ist die Fertigstellung für Ende dieses Jahres terminiert. Aber, so lautet seit Baubeginn stets der Tenor, könnten durch Materialengpässe oder veränderte wirtschaftliche Rahmenbedingungen auch Verzögerungen auftreten.
Die Ausschussmitglieder begutachteten das Untergeschoss, wo Umkleiden für die Sportvereine sowie die Technik untergebracht werden sollen. Dann folgte das offene Foyer mit neu gestalteter Holzdecke – alles hell und luftig.
Im Küchenbereich verweilte die Gruppe etwas ausgiebiger. Die neue Küche soll möglichst ohne viel Schnickschnack gestaltet werden – keine Gastroküche, das würde den finanziellen Rahmen sprengen. Es gehe vor allem darum, so die Ausschussmitglieder unisono, den Vereinen generell Möglichkeiten der Bewirtung anzubieten, ebenso für städtische Veranstaltungen.
Daher seien, so Architekt Huber zu einigen Planungsdetails, zwei Ausgaben hin zur Halle und zum Foyer geplant, Spülen an den Seiten, großzügige Abstellflächen und Schubladen für Gläser, mittig Arbeitsschränke, Bereiche für Frittieren, Kochen und Wärmen. Ein Vorratsraum und eine Kühlzelle kämen hinzu. Ebenso sei eine Anlieferungszone in diesem Geschoss vorgesehen. Ergonomie und Bedienungsfreundlichkeit müssten insgesamt passen, war man sich einig.
Keine LCD-Tafel außerhalb
Was die LCD-Tafel anbelangt, so hatte der Ausschuss im Vorfeld der jetzigen Entscheidung eine kostspielige und auch die Sicht verdeckende Tafel im Außenbereich oberhalb der Halle einstimmig abgelehnt. Diese Idee sei, so erläuterte Bauamtsleiter Mönch, im Zuge der Überlegungen zur Stadthalle allgemein aufgekommen. Die Kosten hätten zwischen 9500 und 15 500 Euro gelegen, je nachdem, ob ein- oder zweiseitig. Wie Karlheinz Raisch (FW/CDU) jetzt deutlich machte, reichten die bisherigen Banner komplett aus. Zudem hätte die Tafel auch extern mit Strom gespeist werden müssen.
Etwas länger diskutierten die Ausschussmitglieder beim dritten Punkt, den externen Energiesäulen. Zur Diskussion stand am oberen Ende der Stadthalle eine rund ein Meter hohe Säule, am unteren Ende eine mit rund 1,80 Metern – beide zum Zweck der Stromversorgung bei Märkten und ähnlichen Veranstaltungen auf der Hauptstraße. Wie Mönch erläuterte, hätten die Verantwortlichen der Märkte den Wunsch geäußert, dass eine größere Zahl an Anschlüssen zur Verfügung gestellt werde. Die große Säule betrachteten die meisten jetzt jedoch aus gestalterischer Sicht kritisch, somit erfolgte der Beschluss für zwei kleinere Säulen.