Trotz mangelnder Finanzierung soll in der Grundschule im Kernort eine Ganztagsbetreuung angeboten werden. (Archivfoto) Foto: Helen Moser

In der Haushaltsberatung des Ausschusses für Umwelt, Technik, Wirtschaft und Verkehr in Königsfeld wurde über Wartungskosten, Infrastrukturprojekte und steigende Aufwendungen diskutiert.

Bei der Beratung zum Haushalt im Ausschuss für Umwelt, Technik, Wirtschaft und Verkehr waren unter anderem Wartungskosten, die Wiederinbetriebnahme der Toiletten am Busbahnhof im Kernort oder ein Frühschwimmerangebot im Solara Thema.

 

Trotz Einsparungen steigt der Aufwand für das Rathaus Königsfeld laut Bürgermeister Fritz Link auf 86 400 Euro. Der Aufwand für den Bauhof liegt bei 530 000 Euro, obwohl nur die Hälfte der beantragten Beschaffungen genehmigt wurde. 314 000 Euro betragen die Aufwendungen für die Feuerwehr.

Die Kosten der Grundschule im Kernort liegen bei etwa 311 000 Euro. Stefan Giesel sprach den Rechtsanspruch auf Ganztagsschule ab dem Jahr 2026 an. Laut Link soll die nur im Kernort realisiert werden, eigentlich sei das aber nicht umsetzbar, da es an der Finanzierung mangele.

Gemeinde zahlt 96 Prozent der Betriebskosten des Kindergartens

Wegen historischer Vereinbarungen ist die Gemeinde für den Unterhalt von Glocken und Uhren an Kirchtürmen zuständig. Der Aufwand für den Kindergarten Arche liegt bei 1,2 Millionen Euro, womit die Gemeinde 96 Prozent der Betriebskosten der kirchlichen Einrichtung zahlt. Bernd Möller störte sich ob der Haushaltssituation an der Beschaffung eines Spielhauses für 11 000 Euro. Das gehöre zu den pädagogischen Inhalten im Außenbereich, sei kein Luxus, so Link.

Im Freibad liegt der Aufwand bei fast 256 000 Euro. In diesem Zusammenhang kritisierte Link, dass Wartungsverträge „Unsummen“ kosten. Er selbst sei entschiedener Gegner solcher Verträge. Anders sah das Ortsbaumeister Gregor Schenk, der auf Nachfrage von Möller erklärte, dass es bei Fehlfunktionen nach Wartungen durchaus Möglichkeiten für Kostenersatz gibt.

Die Eintrittspreise im Freibad bleiben unverändert

Die Eintrittsgelder im Freibad wurden beibehalten. Link berichtete vom Antrag für ein Frühschwimmerangebot. Die damit verbundenen Mehrkosten seien aber völlig unverhältnismäßig, auch da es keinen Euro an Mehreinnahmen gebe. Der Ausschuss lehnte den Antrag daher ab.

Ein Frühschwimmerangebot im Solara kommt wegen der hohen Kosten nicht zustande. (Archivfoto) Foto: Kienzler

285 000 Euro kostet das städtebauliche Sanierungsprogramm für die südliche Ortsmitte des Kernorts. Über dessen Zuschüsse ist aber noch nicht entschieden. 90 000 Euro kostet die Fortschreibung des Flächennutzungsplans. Dienstleistungen für Bauen und Wohnen kosten die Gemeinde etwa 374 000 Euro.

Für Breitband sind 130 000 Euro eingeplant. Die Erweiterung der Erddeponie muss ein Jahr geschoben werden, da eine artenschutzrechtliche Überprüfung nötig ist.

Im Kernort sind unter anderem die Erneuerung der Wege zwischen „Am Doniswald“ und Albert-Schweitzer-Weg sowie Theodor-Heuss- und Friedrichstraße geplant. Der Winterdienst kostet 336 000 Euro, die Planungsrate für ein neues Feuerwehrgerätehaus im Kernort 100 000 Euro. Genauso hoch ist die letzte Rate für den Ausbau der Bushaltestellen. Dabei berichtete Link, dass die Wiederinbetriebnahme de öffentlichen Toiletten am Busbahnhof nur barrierefrei erfolgen darf, was 75 000 Euro kosten würde. Zusätzlich entstünden dadurch 16 000 Euro jährliche Unterhaltskosten. Er sehe gewissen Bedarf, es gebe aber öffentliche Toiletten, zudem habe er Geschäfte gebeten, sich am Programm „Nette Toilette“ zu beteiligen, so Link. Matthias Weiser plädierte dafür, besser auf diese Angebote hinzuweisen.

Link ging auch auf Beschwerden ein, wonach Busse nicht richtig an Einstiege heranfahren. Vonseiten der Fachplanung gebe es keine Bedenken, es werde meist ein zu kleiner Bogen gefahren. Axel Maier glaubte aber nicht daran, dass ein Überfahren des Randsteins ausreichend ist, um nahe genug heranzufahren.